Finissage „Pfungstädter Kinos“

Am Sonntag, 21.5., findet unser Ausstellungsende im Rahmen des Internationalen Museumstages statt. Ab 10.30 Uhr können alle zum letzten Mal die Geschichte der drei Pfungstädter Kinos erfahren und mit Programmheften und vielen Bildern der Filme der 50er und 60er Jahre – hauptsächlich aus Hollywood – gedenken. Um 11 und 15 Uhr wird Dieter Stetter als vormaliger Filmvorführer erzählen, wie die Kinotechnik damals funktionierte. Um 14 und 16 Uhr ist eine gemeinsamer Gang – ca. 5 Minuten – zur Besichtigung des Fernsehmuseum in der Sandstraße von Liam O’Hainnin geplant, das die Entwicklung der Radio-, Fernseh- und Filmgeräte seit ihrer Entstehung veranschaulicht. Liam ist ein Sammler und Fachmann in diesem Gebiet und wir uns durch die Ausstellung führen und natürlich Fragen beantworten. Ab 17 Uhr wird das Ende der sehr erfolgreichen Ausstellung mit Erdbeerbowle und Käseigel gefeiert!

Hände und Arbeit

Bei wunderschönem Wetter konnten wir viele Menschen begrüßen, die den Weg durch die Oldtimer-Ausstellung und die Frisch und Lecker-Stände auf dem Gelände der Pfungstädter Brauerei zu uns fanden. Die Eröffnung wurde von der Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Scheibe-Edelmann vorgenommen, die die Anwenden herzlich begrüßte. Heike Germann, die Lehrerin des Kunst-Leistungskurses an der Friedrich-Ebert-Schule beschrieb den Werdegang der Ausstellung. Die 13 Schüler und Schülerinnen gestalteten Inhalt und Form weitgehend selbstständig und konnten so stolz auf die sehr gelungene Ausstellung blicken. Naftalene aus Indonesien füllte als „Rahmenprogramm“ die historische Halle mit ihrer Gitarre und einer tollen Stimme. Vielen Dank dafür! Hier ein paar Impressionen:

Vortrags-Nachlese

Impressionen vom Vortrag der Archäologin Miriam Steinborn am Donnerstag über die Standortfaktoren der Klöster. Sie erörterte anhand vier Beispiele, welche Faktoren wichtig waren und wie sie bewirkten, dass diese Klöster, meist nach nur einigen Jahren, umzogen. Beim Kloster Lorsch war das Prestige der ausschlaggebende Faktor. 765 bekam das Kloster von Papst Paul I.  die Gebeine des Heiligen Nazarius und erlangte durch diese Reliquien ein Prestige, dass einen neuen Bau mit sich zog. Wir bedanken uns bei dem Verein Terraplana für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf den nächsten Vortrag am 27.6. von Kai Jan Kutscher über jüdische Händler in Pfungstadt.

Fotoausstellung in der Brauerei

Inspiriert durch eine Ausstellungs-Idee aus der Pfungstädter Partnerstadt Figline zur Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum Pfungstadt hat der Kunst-Leistungskurs der Friedrich-Ebert-Schule Fotografien zum Thema „Hände und Arbeit“ angefertigt. Dabei konnten die dreizehn Schülerinnen und Schüler auf ihre Kenntnisse zur Fotografie aus dem letzten Schuljahr zurückgreifen und kreativ umsetzen. Für die derzeitigen Abiturienten ist dies noch einmal ein gemeinsames Projekt mit der Besonderheit, die eigenen Arbeiten auch einmal außerhalb der Schule präsentieren zu können, denn bald werden sie ihre eigenen Wege in ihre berufliche Zukunft starten.

Die Ausstellung „Hände und Arbeit“ wurde in Zusammenarbeit mit dem Stadtmuseum organisiert und ist zu sehen am Sonntag, 30.04.2017, von 11 – 17 Uhr in der Historischen Maschinenhalle der Pfungstädter Brauerei in Verbindung mit dem RTCE-Oldtimertreff. Zur Vernissage um 10.30 Uhr wird herzlich eingeladen! Die Ausstellung selbst soll dann auch in Figline zu sehen sein.

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Die Standortfrage – heute so wichtig wie früher

Bauliche Großprojekte bedürfen besonders aufmerksamer Planung – das zeigen aktuelle Beispiele aus der Tagespresse. Die Suche nach einem geeigneten Bauplatz ist und war der erste wichtige Schritt. Dabei bewiesen die Stifter von Klosteranlagen vor etwa 1200 Jahren unterschiedliches Geschick. Nicht selten wurden ganze Konvente über größere und kleinere Entfernungen hinweg versetzt. Wie waren also die Standorte beschaffen und was könnten die Beweggründe für diese Umzüge gewesen sein? Der Einblick in die Archäologie und Geschichtsquellen von vier Klöstern aus dem 8. und 9. Jahrhundert n.Chr., darunter das UNESCO-Weltkulturerbe Lorsch, zeigt unterschiedliche Hintergründe, vor denen dieses Phänomen beobachtet werden kann.

Über dieses Thema wird Miriam Steinborn M.A., wissenschaftliche Mitarbeiterin des Römisch-Germanischen-Zentralmuseums in Mainz mit Schwerpunkt Vor- und Frühgeschichte, im Rahmen der Vortragsreihe „Wissenswertes, Interessantes und Historisches in und um Pfungstadt“ sprechen, das vom Stadtarchiv und Stadtmuseum Pfungstadt veranstaltet wird und hier, wie schon öfters, mit Terraplana, der Gesellschaft für Archäologie im hessischen Ried e.V. zusammenarbeitet. Der Vortrag findet am Donnerstag 27.4. um 18 Uhr im Kulturhaus Ehem. Synagoge in der Hillgasse 8 in Pfungstadt statt.

 

 

Molkerei-Vortrag voller Erfolg!

Sehr gut besucht war unser Beitrag zur Vortragsreihe „Wissenswertes, Interessantes und Historisches in und um Pfungstadt“ zur Molkerei und Molkereigenossenschaft in der ehem. Synagoge, welche vom Stadtarchiv und -museum gemeinsam organisiert wird.

Es ging um die 1929 von Pfungstädter Milchbauern gegründete Genossenschaft, die über lange Jahre nicht nur den Bauern einen guten Milchpreis auszahlen konnte, sondern auch den Pfungstädter Bürgern eine Palette an frischen Milchprodukten anbot, die heute schmerzlich vermisst wird. Viele ehemaligen Kunden waren da und Heinrich Groß, der 26 Jahre vom Lehrling bis Geschäftsführer dort arbeitete, konnte als Fachmann nicht nur die Produktion anhand der Bilder und Filme erklären, sondern auch alle Personen benennen. Auf Entwicklung in der Landwirtschaft von vielen kleinen Bauern zu nur noch einem Milchbauern heute in Pfungstadt wurde von Adolf Hake erläutert. So konnte ein großer Bogen vom Produktions- und Konsumverhalten früher und heute geschlagen werden, der so interessant und beispielhaft war, dass überlegt wird, eine Broschüre dazu zu veröffentlichen. Hier einige Bilder: