Suffragetten auf dem Umzug!

Sehr gut kam die Umzugsgruppe des Stadtmuseums beim Karnevalsumzug des KCC Eschollbrücken/Eich am vergangenen Sonntag an. Mit Schildern und Plakate – zur Not auch mit dem Regenschirm – machten sie auf das Frauenwahlrecht aufmerksam, dass vor 100 Jahren in Deutschland eingeführt wurde. Dazu gibt es eine Veranstaltung der Stadt Pfungstadt in der Villa Büchner, Uhlandstr. 20,  am 10. März. Vonn 11 bis 15 Uhr ist die Ausstellung zum Thema zu sehen, von 16 bis 18 Uhr ist ein Mädchennachmittag geplant und ab 19 Uhr können Frauen und Mädchen in der Disco abtanzen.

 

Pfungstädter Zündhölzer

An diesem Sonntag, 4.2., haben wir Gertrud Höhenberger, die Lebensgefährtin des letzten Zündholzfabrikbesitzers, die jahrzehntelang in der Fabrik gearbeitet hat und sehr viel zu unserem Thema: „Schüler/Meister, Ehen/Familien der Zündholzfabriken“ zu  sagen hat, sowie Heinz Büttel, weitläufig verwandt und Forscher für Pfungstädter Familien- und Firmengeschichte zu Gast. Die Verflechtungen zwischen den einzelnen Fabriken waren der Grund, warum Pfungstadt so eine große Zündholzfabrikation hatte. Das wollen wir bei Kaffee und Kuchen von 15 bis 17 Uhr erörtern.

zuendholz

Uhr-Zeit

Zusammen mit der Bibliothek veranstalten wir eine Lesung mit Edith Kreischer, die in Griesheim in Sachen Literatur sehr aktive ist. Da sie wie wir die Villa Büchner für einen wunderbaren Ort für schöngeistige Veranstaltungen hält, haben wir eine zum Thema Uhr-Zeit geplant: Unverzichtbar und nicht wegzudenken aus unserem Leben – die Uhr. In der Literatur ist sie das Symbol für „Zeit“ – gelebte Zeit, erfüllte Zeit, auch verlorene, vergeudete Zeit – Taktgeber im Alltag, als Zeitmesser Orientierungshilfe, aber auch Diktator. Ein schillernd-breites Spektrum an Bedeutungszuweisungen bieten Autoren wie H.C. Artmann, Georg Büchner, Lewis Carroll, Michael Ende, Theodor Fontane, Robert Gernhardt, Walter Kappacher, Loriot, Eduard Mörike, Karl Valentin und viele andere. Facettenreich wartet Christian Morgenstern mit seinen menschelnden Uhren-Charakteren auf, wirft Wilhelm Busch einen genüsslich-voyeuristischen Blick hinter eine gutbürgerliche Kulisse, während Edgar Allan Poe und Friedrich Dürrenmatt – sich der Uhr als Vanitasmotiv bedienend – traumatische Terror- und Bedrohungsszenerien evozieren. Mit dabei – erfindungsreich-fantastische Alternativ-Uhren, die die Realitätsebene hinter sich lassend – eine utopisch-eskapistische Richtung einschlagen und eine eindrucksvoll poetische Bildhaftigkeit bereit halten. So rufen die unterschiedlichen Textbegegnungen vielfältige Stimmungen hervor – changierend zwischen emotional aufgeladener Betroffenheit, über ironisch-sarkastischem Kritisieren, genüsslichem Schmunzeln und humorvoll-burleskem Umgang mit einem gut bestückten Uhrenkabinett. Die Villa ist ab 18 Uhr geöffnet. Die Lesung beginnt um 19 Uhr, Getränke werden angeboten, der Eintritt ist frei.

Plakat_Uhr_Museum_17.12.2017 (1) (1)

Adel und Burg von Eschollbrücken

 

Dr. Lehning vom Verein für Heimatgeschichte Eschollbrücken/Eich hält am Donnerstag, 18 Uhr, einen Vortrag im Rahmen der Reihe „Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und um Pfungstadt“ im Kulturhaus ehem. Synagoge in der Hillgasse 8. Die Herren von Eschollbrücken hatten im Hochmittelalter, also 12. und 13. Jahrhundert ihre Burg in Eschollbrücken westlich der Numrichstraße. Durch archäologische Luftbilder, Grabungen, Geophysik, Geomagnetik und sogar Geoelektrik konnte das Burgareal erforscht werden. Im Vortrag geht es auch um das Eschollbrücker Siegel, der Namensgebung des Ortes und jetzt ganz aktuell dem Bau der Umgehungsstraße.

herrenvoneschollbruecken1

Blick auf Eschollbrücken vom ehemaligen Burgtor aus (Foto: Dr. Lehning)