Zündholzausstellung: Herstellung

Am Sonntag, 5. November 2017, von 15 bis 17 Uhr ist die neue Ausstellung zu den Pfungstädter Zündholzfabriken in der Remise der ehem. Büttelschen Fabrik in der Rügnerstr. 35a zu sehen. Dabei soll über die Produktion gesprochen werden: Wie wurde welches Holz wo gespant, geschnitten, getränkt, getunkt und gepackt? Viele Hände und immer mehr Maschinen waren beteiligt. Das war auch nicht immer ungefährlich. Ein Original-Beitrag von einem Mitarbeiter, der 1964 dem Hessischen Rundfunk die Produktion bei einem Fabrikrundgang erklärte, und ein von ihm erstellter Lageplan unterstützen dabei. Natürlich gibt es auch Kaffee und Kuchen dazu!

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Wenn däs de Luther wüsst!

Musikalisch-kabarettistischer Abend zu 500 Jahren Reformation

Einen christlichen Heidenspaß versprechen Museum und Seniorenbeirat der Stadt Pfungstadt! Der Liedermacher und treue Kirchensteuerzahler Jürgen Poth hat seine Gedanken zum Luther-Jahr vertont und grübelt musikalisch, ob Luther seine Reformation noch wiedererkennen würde. Poth bietet sich als Odenwälder Klugschwätzer und Hobbyaushilfsketzer an, dem alten Luther die konfessionelle Gegenwart zu erklären.

Statt mit Harfe und Heiligenschein unterhält er in seinem aktuellen Soloprogramm mit Gitarre und frechen Texten. Statt 95 Thesen an eine Kirchentür in der Stadt zu nageln, bringt er Lieder und Vorträge mit, mit denen er zum vergnüglichen Nachdenken, aber vor allem zum ökumenischen Lachen einlädt. Statt frommer Choräle lässt er die anwesende Gemeinde flotte Lieder über Glaube, Reformation, Pfarrer und ihre steuerpflichtigen Schäfchen mitsingen. Und statt Katechismus und Gesangbuch wird ein eigenes Liedblatt durch die schräge Liturgie führen.

Ablass- und Einlasszettel werden keine verkauft, der Eintritt ist frei, eine Spende ist aber herzlich willkommen. Das Konzert im Kulturhaus ehem. Synagoge, Hillgasse 8, am Mittwoch, 1. November, beginnt um 18 Uhr. Die VeranstalterInnen bieten Getränke und einen kleinen Imbiss an. Weitere Infos gibt es unter   www.senioren-pfungstadt.de .

 

Eröffnung Zündholz-Ausstellung

Und auch das Wetter spielte mit: Trotz einiger Schauer schien pünktlich zur Eröffnung um vier Uhr am Sonntag die Sonne und so konnten man von drinnen und draußen den Reden folgen. Birgit Scheibe-Edelmann begrüßte im Namen der Stadt und überreichte die erste Pfungstädter Zeitung der Grünen von 1988 mit dem Namen „Zündhölzje“, die Museumsleiterin Marion Roth berichtete von der Entstehung der Ausstellung und Renate Winnecken als Nachkommin des Zündholzbarons von ihrer Familie und ihrem Erleben der letzten Zündholzfabrik Büttel, in dessen Remise die Ausstellung stattfindet. Auch Franz Gruber war anwesend, der einen winzigen Teil seiner Streichholz-Kunstwerke ausstellt. So konnte bei einem Gläschen Sekt die umfangreiche Ausstellung in den neu gestalteten Räumen der Remise, Rügnerstraße 35a, bewundert werden. Bis 13. Mai 2018 kann sie jeden Mittwochvormittag von 9 bis 12 sowie am ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr besichtigt werden. Die Sonntage sind nicht nur zu einem bestimmten Thema, sondern es wird auch Kaffee und Kuchen angeboten. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Eröffnung Zündholzausstellung

zuendholz

Pfungstadt war seit Mitte des 19. Jahrhunderts eine Hochburg der Zündholzherstellung. Millionen von Hölzchen wurden hier hergestellt, dazu Spankörbe, Schächtelchen und vieles mehr aus dem Pappelholz der Umgebung. Jetzt wird in der ehemaligen Remise der bis 1972 produzierenden Zündholzfabrik Büttel eine Ausstellung zu diesem Teil der Industriegeschichte Pfungstadts gezeigt. Es wird auf die Entwicklung des Zündholzes, die fünf verschiedenen Firmen in Pfungstadt, die Beschäftigten, darunter viele Frauen und Kinder, die Zündholzsteuer, das schwedische Monopol und vieles mehr eingegangen. Alexandra Zimbrich vom Museumsverein hat im Stadtarchiv dazu recherchiert, der Pfungstädter Firmen- und Familiengeschichtler Heinz Büttel – rechts im Bild mit dem Hammer mit den Initialen  C.B., mit dem die Pappeln markiert wurden – besonders die Geschichte der Firma Büttel erforscht. Auch Gertrud Höhenberger – links im Bild mit dem Firmenschild – als ehemalige Mitarbeiterin hat viele Exponate beigesteuert. Bei der Eröffnung am Sonntag, 8. Oktober, 16 Uhr in der Remise, Rügnerstraße 35a werden die verschiedenen Akteure zu Wort kommen, auch Nachkommen des als „Zündholzbaron“ bekannten Firmenbesitzers Büttel.