1. Tag: Asyl

Nachdem wir es uns im Museumsgarten schön bequem gemacht haben, kam ein Gewitterschauer und wir mussten nach oben. Nichtsdestotrotz wurde lebhaft weiter diskutiert. Das Thema Asyl war brandaktuell, weil heute gerade eine Frau mit ihren zwei Kindern in der Kirche Asyl gefunden hatte. Dies ist eine absolute Ausnahme und seit langem das erste Mal. Syrer und Somalier waren da und berichteten von ihrer Situation, Ursula Backes, die schon seit 1989 in Pfungstadt mit Asylbewerbern arbeitet, erzählte mit ihrem Mann von vielen Begebenheiten.

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1. Woche im Sommer-Erzählcafé

Wie auch im letzten Jahr findet wieder ein Erzählcafé in den Sommerferien im Stadtmuseum statt. Das Thema ist „Pfungstädter und ihre Hobbys“ und ist sehr vielfältig angelegt. Am Montag, 4.8., 16 Uhr, geht es um Asyl, es kommen Leute, die in Pfungstadt untergebracht sind und solche, die sich damit beschäftigen. Am Dienstag, 10 Uhr, kommt eine Pfungstädterin, die aus Nigeria stammt und von dort erzählt und auch nigerianische Spezialitäten mitbringt. Auch um 10 Uhr am Mittwoch kommt ein Hobbyimker, der zeigt, wie die Bienen Honig herstellen, eine Verkostung ist natürlich auch dabei. Vielleicht schmecken wir ja den Unterschied zwischen Wald- und Rapshonig! Am Donnerstag um 15 Uhr stellt sich die Kalligraphiegruppe des Museums vor und versucht, sich in die Tücken der Perspektive einzuarbeiten. Mitmachen ist auch hier erwünscht, Vorkenntnisse braucht es nicht! Party ist am Freitag um 18 Uhr angesagt, ein Hahner kommt, der 2500 Schelllack-Platten hat. Er bringt auch noch ein Grammophon mit. Wir hören die schönen alten Lieder und wollen auch über die Historie etwas hören. Um die Sonderausstellung zum 1. Weltkrieg in Pfungstadt geht es am Sonntag, dann wird von der Familie Hassenzahl erzählt.

Neue Ausstellung Erster Weltkrieg bis 16.11.2014

Nach monatelangem Planen war es gestern endlich so weit: Die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg wurde eröffnet.

Über 70 Besucher nahmen an der Eröffnung in der Säulenhalle des historischen Rathauses teil. Bürgermeister Patrick Koch sprach die Begrüßungsworte, Jürgen Poth steuerte den musikalischen Teil mit Liedern aus der Zeit von 1914 bis 1918 bei und Dr. Thomas Lange las aus alten Feldpostbriefen vor.

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Nach dem offiziellen Teil konnte die Ausstellung im Museum besichtigt werden. Da die Räume des Museums für die große Anzahl der Besucher zu klein sind, wurden die Führungen in drei Gruppen aufgeteilt. In der Zwischenzeit konnten sich die restlichen Besucher bei Getränken und Kriegsbrot der Bäckerei Liebig im Museumsgarten stärken.Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Pfungstädter Museum

Die Ausstellung informiert mit vielen Infotafeln über die Zeit des Ersten Weltkrieges im Allgemeinen, aber auch in Pfungstadt. Lebensmittelkarten, Zuweisungen von Kartoffeln sowie Anweisungen Tannenzapfen als Brennmaterial zu sammeln veranschaulichen, wie vor 100 Jahren der Krieg den Alltag bestimmt hat.

Dass der Erste Weltkrieg auch in Pfungstadt seine Spuren hinterließ, kann jeder Besucher am Eingang zu den Museums-Räumen sehen: Von den rund. 1.000 Männer, die aus Pfungstadt eingezogen wurden, ist ein Drittel dieser Männer – 243 aus Pfungstadt, 44 aus Hahn, Eschollbrücken 43 und 2 aus Eich – gefallen und kehrte nicht wieder zurück.

Wer sich über unsere Ausstellung hinaus mit dem Thema Erster Weltkrieg in Pfungstadt befassen möchte, kann zum Selbstkostenpreis unser Begleitmaterial erhalten:

  • Erster Weltkrieg in Pfungstadt (offizielles Begleitheft zur Ausstellung)
  • Pfungstadt und seine heutigen Stadtteile Eich, Eschollbrücken und Hahn am Vorabend des 1. Weltkriegs (von Wolfgang Roth)
  • Die Militarisierung der Jugend im Kaiserreich – Die Jugendkompanie Pfungstadt (von Wolfgang Roth)
  • Kriegstagebuch und Feldpostbriefe von Heinrich Huxhorn

Bei Interesse fragen Sie einfach im Museum nach oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Die Ausstellung ist bis zum 16. November 2014 im Pfungstädter Museum zu sehen – wir freuen uns auf Ihr Kommen!