Mein Teddy wird ein Filmstar!

Sieben Kinder von der Erich-Kästner-Schule in Pfungstadt haben einen Film gedreht, in dem ihre Spielzeuge Abenteuer im Stadtmuseum Pfungstadt erleben. Bernardo Asproni halb beim Erstellen in Stop-Motion – so ähnlich wie unser Daumenkino früher. Hier unser Gruppenbild. Den Film selbst kann man dann am 13. Mai zum Internationalen Museumstag um 15 Uhr in der Remise sehen!

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125 Jahre Brandschutz in Hahn

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Feuerwehr-Kameraden, liebe Besucher der Heimatstube Hahn,
hiermit dürfen wir Sie zur Eröffnung der Ausstellung „125 Jahre Brandschutz in Hahn“
am Sonntag den 22. April um 14:00 Uhr einladen. Die Ausstellung spiegelt die 125-jährige Geschichte der Hahner Feuerwehr von ihrer Gründung 1893 bis heute wieder.
Die mit viel Sorgfalt und Liebe konzipierte Ausstellung lohnt einen Besuch, daher würden wir uns freuen, Sie begrüßen zu dürfen.
Auf Ihr Kommen freuen sich:
Kai-Jan Kutscher
Bernd Spiller
Rainer Graf

Dauer der Ausstellung:
Vom 22. April bis 30. September 2018
Öffnungstage der Ausstellung:
Sonntag, 22. April
Sonntag, 13. Mai
Sonntag, 17. Juni (Ausstellung im Feuerwehrhaus der Freiwilligen Feuerwehr Pfungstadt-West, Florianweg 1)
Sonntag, 30. September
jeweils von 14 bis 17 Uhr

Finissage: Matcha Latte und Kleidertausch

Passend zur Kirschblüte feiern wir am Sonntag, 22.4., von 11 bis 15 Uhr,  die Finissage der Ausstellung „Japan – Interlaken – Pfungstadt“. Dazu führen wir natürlich noch einmal durch die Ausstellung, servieren Matcha-Kuchen und Matcha Latte und beginnen dann mit unserem Kleidertausch. Es können Kleider mitgebracht, verschenkt, getauscht und verkauft werden! Infos unter: 06157-9881510

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Vortrag zu Pfarrer Friedrich Kempf

kempfAm 5. April 2018 findet um 18 Uhr im Kulturhaus ehem. Synagoge wieder ein Vortrag aus unserer Reihe „Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und über Pfungstadt“ statt. Das Thema dieses Mal ist „Kirche im Nationalsozialismus. Pfr. Friedrich Kempf in Eschollbrücken und Hahn“.

Mit 28 Jahren trat Friedrich Kempf in einer Zeit äußerster politischer Gegensätze (Straßenschlachten etc.) die Nachfolge des Eschollbrücker Pfarrers Dr. Richard Drescher an und war auch Pfarrer von Hahn. Wie etliche evangelische Pfarrer wollte er die nationale und christliche Sache vereinen und wurde nach Hitlers Machtübernahme 1933 Mitglied der NSDAP und der Deutschen Christen. Bereits 1936 sollte er aus der NSDAP ausgeschlossen werden, weil er auf die Umbenennung Karls des Großen durch die Nazis zu Karl dem „Sachsenschlächter“ vor den Kindern der Eschollbrücker Schule Hitler als „Röhmschlächter“ bezeichnet hatte. In Hahn ließ er eine Beerdigung zeitgleich mit der Radio-Übertragung einer Hitler-Rede ansetzen und setze sich, zusammen mit dem Kirchenvorstand, gegen die Übernahme des evangelischen Kindergartens durch die NSV der Nazis ein und warnte vor dem drohenden Krieg. Dies führte 1939 zu seinem endgültigen Ausschluss aus der NSDAP.

1940 verließ er auf eigenen Wunsch Eschollbrücken und Hahn und wurde Pfarrer in Seckmauern. Dort verhaftete ihn 1942 die Gestapo wegen wehrkraftzersetzenden Äußerungen. Vom Sondergericht Darmstadt wurde er nach einigen Wochen U-Haft am 22.09.1942 wegen Vergehens gegen das Heimtücke-Gesetz zu einer Gefängnisstrafe von einem Jahr verurteilt. Von der evangelischen Kirche wurde er daraufhin amtsenthoben und verlor seine geistlichen Rechte als Pfarrer sowie seine Pensionsansprüche. Um einer KZ-Haft zu entgehen, meldete er sich freiwillig zur Wehrmacht, auch trat er zur katholischen Kirche über, weil er deren Widerstand gegen das NS-Regime anerkannte. Er war bis Dezember 1944 Arbeitssoldat bei einer Panzerreparaturabteilung in Frankreich. Als Patient im Lazarett Darmstadt-Eberstadt bat man ihn, auf den Stationen Weihnachtsandachten zu halten. Dabei soll er einen SS-Offizier beleidigt haben und wurde von der Gestapo im Wehrmachtsgefängnis in Mainz inhaftiert. Eine Erkrankung an Diphterie führte zur Verlegung ins Wehrmachtslazarett nach Wiesbaden, wo ihn Truppen der US-Army befreiten.

Aus gesundheitlichen Gründen konnte er das geplante Studium der katholischen Theologie an der Uni Mainz nicht verwirklichen. Nach kurzem Einsatz als Lehrer in Leidersbach im Spessart kehrte er ins Elternhaus nach Darmstadt zurück und war ein Jahr als Hilfslehrer am Ludwigs Realgymnasium in Darmstadt tätig. Nach seiner Entlassung war er zwei Jahre bei „The Stars & Stripes“, der Zeitung der US-Army, im Büro beschäftigt. Um 1950 war er wieder zur evangelischen Kirche übergetreten und hoffte auf eine Wiederverwendung im Pfarrdienst. Bei seinen Bemühungen um Wiedergutmachung machte er deshalb keine Ansprüche gegen die evangelische Kirche geltend.

Im Alter von nur 51 Jahren starb Friedrich Kempf unerwartet an einer nicht erkannten Blutvergiftung.

Diese Veranstaltung sowie die erstellte Dokumentation soll an die Odyssee von Pfarrer Friedrich Kempf in schwieriger Zeit erinnern und soll mit dazu beitragen, dass er als Pfarrer  von Eschollbrücken und Hahn und auch als Mensch nicht in Vergessenheit gerät.

Referent des Vortrags ist Wolfgang Roth, Vorsitzender des Heimatgeschichtsvereins Eschollbrücken-Eich e.V.

Beginn ist um 18 Uhr im Kulturhaus ehem. Synagoge, Hillgasse 8, 64319 Pfungstadt

Termine und Themen der nächsten Vorträge finden Sie unter „Aktuelles & Termine“.

Pfungstadt-Japan-Connection

Sehr schön war gestern die Eröffnung unserer Japan-Ausstellung. Viele Leute kamen und waren sehr angetan von den edlen Stoffen und schönen Gegenständen. Auch viele Bücher, Bilder und – falsche – Samurei-Schwerte gab es zu bewundern. Wir freuten uns, dass auch einige Japanerinnen den Weg zu uns gefunden hatten. Sie tranken besonders gern den Mate Latte und  – als Höhepunkt – wurde „Die Kirschblüte“ auf unserem Klavier gespielt, sehr berührend…..

Japan – Interlaken – Pfungstadt

Das Stadtmuseum und die Stadtbibliothek Pfungstadt zeigen eine wunderschöne Japonica-Sammlung, Kimonos, Bilder, Lackarbeiten etc. aus Japan im Sonderausstellungsraum in der Borngasse 7. Zur Eröffnung am Sonntag, 18. März 2018 um 11 Uhr bieten wir grünen Tee und japanisches Gebäck an.

Die Finissage wird – hoffentlich zur Kirschblüte – am 22. April um 11 Uhr zelebriert und gleichzeitig findet dann ein Frauenkleidermarkt statt.

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Das schwedische Zündholzmonopol

Der schwedische Finanzmogul Ivar Kreuger baute die väterliche Zündholzfabrik zu einem gigantischen Monopol aus. Nach dem ersten Weltkrieg schaffte er es mit zwielichtigen Methoden, den europäischen Staaten Kapital aus den USA zu beschaffen und bekam im Gegenzug das nationale Monopol auf die Herstellung und den Vertrieb von Zündhölzern. 125 Millionen Dollar lieh er allein dem Deutschen Reich und konnte so die Preise für das damals so wichtige Alltagsprodukt diktieren. Dies ging aber nur einige Jahre gut, mit der Weltwirtschaftskrise 1929 kam das Finanzgebilde ins Wanken und  stürzte. Ivar Kreuger beginn am 12.3.1932 Selbstmord, während die Gläubiger auf einem Krisentreffen auf ihn warteten.

Um dieses Stück Weltgeschichte wird es am Sonntag, 4.3. ab 15 Uhr in der Zündholzausstellung des Pfungstädter Stadtmuseums in der ehemaligen Remise, Rügnerstraße 35a, gehen. Wir reichen dazu Vetebullar (Zimtschnecken), Sockerdricka (Limonade) und  natürlich Kaffee und freuen uns auf Ihren Besuch!

Suffragetten auf dem Umzug!

Sehr gut kam die Umzugsgruppe des Stadtmuseums beim Karnevalsumzug des KCC Eschollbrücken/Eich am vergangenen Sonntag an. Mit Schildern und Plakate – zur Not auch mit dem Regenschirm – machten sie auf das Frauenwahlrecht aufmerksam, dass vor 100 Jahren in Deutschland eingeführt wurde. Dazu gibt es eine Veranstaltung der Stadt Pfungstadt in der Villa Büchner, Uhlandstr. 20,  am 10. März. Vonn 11 bis 15 Uhr ist die Ausstellung zum Thema zu sehen, von 16 bis 18 Uhr ist ein Mädchennachmittag geplant und ab 19 Uhr können Frauen und Mädchen in der Disco abtanzen.

 

Pfungstädter Zündhölzer

An diesem Sonntag, 4.2., haben wir Gertrud Höhenberger, die Lebensgefährtin des letzten Zündholzfabrikbesitzers, die jahrzehntelang in der Fabrik gearbeitet hat und sehr viel zu unserem Thema: „Schüler/Meister, Ehen/Familien der Zündholzfabriken“ zu  sagen hat, sowie Heinz Büttel, weitläufig verwandt und Forscher für Pfungstädter Familien- und Firmengeschichte zu Gast. Die Verflechtungen zwischen den einzelnen Fabriken waren der Grund, warum Pfungstadt so eine große Zündholzfabrikation hatte. Das wollen wir bei Kaffee und Kuchen von 15 bis 17 Uhr erörtern.

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