Japan – Interlaken – Pfungstadt

Das Stadtmuseum und die Stadtbibliothek Pfungstadt zeigen eine wunderschöne Japonica-Sammlung, Kimonos, Bilder, Lackarbeiten etc. aus Japan im Sonderausstellungsraum in der Borngasse 7. Zur Eröffnung am Sonntag, 18. März 2018 um 11 Uhr bieten wir grünen Tee und japanisches Gebäck an.

Die Finissage wird – hoffentlich zur Kirschblüte – am 22. April um 11 Uhr zelebriert und gleichzeitig findet dann ein Frauenkleidermarkt statt.

japan2

Das schwedische Zündholzmonopol

Der schwedische Finanzmogul Ivar Kreuger baute die väterliche Zündholzfabrik zu einem gigantischen Monopol aus. Nach dem ersten Weltkrieg schaffte er es mit zwielichtigen Methoden, den europäischen Staaten Kapital aus den USA zu beschaffen und bekam im Gegenzug das nationale Monopol auf die Herstellung und den Vertrieb von Zündhölzern. 125 Millionen Dollar lieh er allein dem Deutschen Reich und konnte so die Preise für das damals so wichtige Alltagsprodukt diktieren. Dies ging aber nur einige Jahre gut, mit der Weltwirtschaftskrise 1929 kam das Finanzgebilde ins Wanken und  stürzte. Ivar Kreuger beginn am 12.3.1932 Selbstmord, während die Gläubiger auf einem Krisentreffen auf ihn warteten.

Um dieses Stück Weltgeschichte wird es am Sonntag, 4.3. ab 15 Uhr in der Zündholzausstellung des Pfungstädter Stadtmuseums in der ehemaligen Remise, Rügnerstraße 35a, gehen. Wir reichen dazu Vetebullar (Zimtschnecken), Sockerdricka (Limonade) und  natürlich Kaffee und freuen uns auf Ihren Besuch!

Suffragetten auf dem Umzug!

Sehr gut kam die Umzugsgruppe des Stadtmuseums beim Karnevalsumzug des KCC Eschollbrücken/Eich am vergangenen Sonntag an. Mit Schildern und Plakate – zur Not auch mit dem Regenschirm – machten sie auf das Frauenwahlrecht aufmerksam, dass vor 100 Jahren in Deutschland eingeführt wurde. Dazu gibt es eine Veranstaltung der Stadt Pfungstadt in der Villa Büchner, Uhlandstr. 20,  am 10. März. Vonn 11 bis 15 Uhr ist die Ausstellung zum Thema zu sehen, von 16 bis 18 Uhr ist ein Mädchennachmittag geplant und ab 19 Uhr können Frauen und Mädchen in der Disco abtanzen.

 

Pfungstädter Zündhölzer

An diesem Sonntag, 4.2., haben wir Gertrud Höhenberger, die Lebensgefährtin des letzten Zündholzfabrikbesitzers, die jahrzehntelang in der Fabrik gearbeitet hat und sehr viel zu unserem Thema: „Schüler/Meister, Ehen/Familien der Zündholzfabriken“ zu  sagen hat, sowie Heinz Büttel, weitläufig verwandt und Forscher für Pfungstädter Familien- und Firmengeschichte zu Gast. Die Verflechtungen zwischen den einzelnen Fabriken waren der Grund, warum Pfungstadt so eine große Zündholzfabrikation hatte. Das wollen wir bei Kaffee und Kuchen von 15 bis 17 Uhr erörtern.

zuendholz

Uhr-Zeit

Zusammen mit der Bibliothek veranstalten wir eine Lesung mit Edith Kreischer, die in Griesheim in Sachen Literatur sehr aktive ist. Da sie wie wir die Villa Büchner für einen wunderbaren Ort für schöngeistige Veranstaltungen hält, haben wir eine zum Thema Uhr-Zeit geplant: Unverzichtbar und nicht wegzudenken aus unserem Leben – die Uhr. In der Literatur ist sie das Symbol für „Zeit“ – gelebte Zeit, erfüllte Zeit, auch verlorene, vergeudete Zeit – Taktgeber im Alltag, als Zeitmesser Orientierungshilfe, aber auch Diktator. Ein schillernd-breites Spektrum an Bedeutungszuweisungen bieten Autoren wie H.C. Artmann, Georg Büchner, Lewis Carroll, Michael Ende, Theodor Fontane, Robert Gernhardt, Walter Kappacher, Loriot, Eduard Mörike, Karl Valentin und viele andere. Facettenreich wartet Christian Morgenstern mit seinen menschelnden Uhren-Charakteren auf, wirft Wilhelm Busch einen genüsslich-voyeuristischen Blick hinter eine gutbürgerliche Kulisse, während Edgar Allan Poe und Friedrich Dürrenmatt – sich der Uhr als Vanitasmotiv bedienend – traumatische Terror- und Bedrohungsszenerien evozieren. Mit dabei – erfindungsreich-fantastische Alternativ-Uhren, die die Realitätsebene hinter sich lassend – eine utopisch-eskapistische Richtung einschlagen und eine eindrucksvoll poetische Bildhaftigkeit bereit halten. So rufen die unterschiedlichen Textbegegnungen vielfältige Stimmungen hervor – changierend zwischen emotional aufgeladener Betroffenheit, über ironisch-sarkastischem Kritisieren, genüsslichem Schmunzeln und humorvoll-burleskem Umgang mit einem gut bestückten Uhrenkabinett. Die Villa ist ab 18 Uhr geöffnet. Die Lesung beginnt um 19 Uhr, Getränke werden angeboten, der Eintritt ist frei.

Plakat_Uhr_Museum_17.12.2017 (1) (1)

Modelleisenbahnen satt

Sehr gut kam unsere diesjährige Ausstellung bei groß und klein an – der Männeranteil war ausgesprochen hoch und wir können wieder sagen: Der Aufwand hat sich sehr gelohnt! Vielen Dank für Ihren Besuch und den Zuspruch! Hier ein paar Impressionen – vor lauter, lauter sind wir sehr wenig zum Fotografieren gekommen 😉

Adel und Burg von Eschollbrücken

 

Dr. Lehning vom Verein für Heimatgeschichte Eschollbrücken/Eich hält am Donnerstag, 18 Uhr, einen Vortrag im Rahmen der Reihe „Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und um Pfungstadt“ im Kulturhaus ehem. Synagoge in der Hillgasse 8. Die Herren von Eschollbrücken hatten im Hochmittelalter, also 12. und 13. Jahrhundert ihre Burg in Eschollbrücken westlich der Numrichstraße. Durch archäologische Luftbilder, Grabungen, Geophysik, Geomagnetik und sogar Geoelektrik konnte das Burgareal erforscht werden. Im Vortrag geht es auch um das Eschollbrücker Siegel, der Namensgebung des Ortes und jetzt ganz aktuell dem Bau der Umgehungsstraße.

herrenvoneschollbruecken1

Blick auf Eschollbrücken vom ehemaligen Burgtor aus (Foto: Dr. Lehning)

 

Qualmende Lokomotiven

Schon seit vielen Generationen wird unter unzähligen Weihnachtsbäumen die Modelleisenbahn aufgebaut. Oft als Geschenk für den Sohn getarnt, erfüllte sich eher der Vater seinen geheimen Modellbahnwunsch. War der Sohn dann infiziert, gab es jedes Jahr eine Erweiterung zur Modellbahn. Anfangs meist nur als „Teppichbahn“ aufgebaut, entstanden bei Modellbahninfizierten ganze Modellbahnwelten. In Pfungstadt gab es früher vier Geschäfte, die Modellbahnen verkauften und wo man sich als Kind zur Adventszeit die Nase an den Schaufenstern platt drückte, um die Anlagen zu bewundern.

In der Ausstellung des Museumsvereins und des Stadtmuseums zum Pfungstädter Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende werden Beispiele für die Entwicklung der Modellbahn von den 1930er Jahren bis heute aufgezeigt. Ausgestellt werden eine Original Märklin-Ausstellungsanlage mit elektromechanischer Steuerung von ca. 1970, die zweite Anlage wird über eine selbst gebaute Elektronik gesteuert, während die dritte Anlage über digitale Technik verfügt. Da können die Lokomotiven qualmen, originalgetreue Fahrgeräusche von sich geben, sie zeigen ein realistisches Fahrverhalten und das Ablaufprogramm kann komplett im digitalen Steuergerät einprogrammiert werden. Auch zeigt die Ausstellung einen Querschnitt zur Modellentwicklung und die immer detailliertere Formgebung der Modelle. Für die kleinen Besucher gibt es zu dem eine Playmobilbahn zu bestaunen.

Am Samstag, 16.12.17 wird die Ausstellung um 14.30 Uhr mit einer Führung in der Säulenhalle des historischen Rathauses eröffnet. Hier kann man sich von den Fachmännern alles zeigen und erklären lassen. Danach wird Kaffee und selbstgebackener Kuchen im Museumskaffee angeboten. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 14.00 bis 20 Uhr geöffnet, das Café schließt um 18 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

lokomotive