Uhr-Zeit

Zusammen mit der Bibliothek veranstalten wir eine Lesung mit Edith Kreischer, die in Griesheim in Sachen Literatur sehr aktive ist. Da sie wie wir die Villa Büchner für einen wunderbaren Ort für schöngeistige Veranstaltungen hält, haben wir eine zum Thema Uhr-Zeit geplant: Unverzichtbar und nicht wegzudenken aus unserem Leben – die Uhr. In der Literatur ist sie das Symbol für „Zeit“ – gelebte Zeit, erfüllte Zeit, auch verlorene, vergeudete Zeit – Taktgeber im Alltag, als Zeitmesser Orientierungshilfe, aber auch Diktator. Ein schillernd-breites Spektrum an Bedeutungszuweisungen bieten Autoren wie H.C. Artmann, Georg Büchner, Lewis Carroll, Michael Ende, Theodor Fontane, Robert Gernhardt, Walter Kappacher, Loriot, Eduard Mörike, Karl Valentin und viele andere. Facettenreich wartet Christian Morgenstern mit seinen menschelnden Uhren-Charakteren auf, wirft Wilhelm Busch einen genüsslich-voyeuristischen Blick hinter eine gutbürgerliche Kulisse, während Edgar Allan Poe und Friedrich Dürrenmatt – sich der Uhr als Vanitasmotiv bedienend – traumatische Terror- und Bedrohungsszenerien evozieren. Mit dabei – erfindungsreich-fantastische Alternativ-Uhren, die die Realitätsebene hinter sich lassend – eine utopisch-eskapistische Richtung einschlagen und eine eindrucksvoll poetische Bildhaftigkeit bereit halten. So rufen die unterschiedlichen Textbegegnungen vielfältige Stimmungen hervor – changierend zwischen emotional aufgeladener Betroffenheit, über ironisch-sarkastischem Kritisieren, genüsslichem Schmunzeln und humorvoll-burleskem Umgang mit einem gut bestückten Uhrenkabinett. Die Villa ist ab 18 Uhr geöffnet. Die Lesung beginnt um 19 Uhr, Getränke werden angeboten, der Eintritt ist frei.

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Modelleisenbahnen satt

Sehr gut kam unsere diesjährige Ausstellung bei groß und klein an – der Männeranteil war ausgesprochen hoch und wir können wieder sagen: Der Aufwand hat sich sehr gelohnt! Vielen Dank für Ihren Besuch und den Zuspruch! Hier ein paar Impressionen – vor lauter, lauter sind wir sehr wenig zum Fotografieren gekommen 😉

Adel und Burg von Eschollbrücken

 

Dr. Lehning vom Verein für Heimatgeschichte Eschollbrücken/Eich hält am Donnerstag, 18 Uhr, einen Vortrag im Rahmen der Reihe „Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und um Pfungstadt“ im Kulturhaus ehem. Synagoge in der Hillgasse 8. Die Herren von Eschollbrücken hatten im Hochmittelalter, also 12. und 13. Jahrhundert ihre Burg in Eschollbrücken westlich der Numrichstraße. Durch archäologische Luftbilder, Grabungen, Geophysik, Geomagnetik und sogar Geoelektrik konnte das Burgareal erforscht werden. Im Vortrag geht es auch um das Eschollbrücker Siegel, der Namensgebung des Ortes und jetzt ganz aktuell dem Bau der Umgehungsstraße.

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Blick auf Eschollbrücken vom ehemaligen Burgtor aus (Foto: Dr. Lehning)

 

Qualmende Lokomotiven

Schon seit vielen Generationen wird unter unzähligen Weihnachtsbäumen die Modelleisenbahn aufgebaut. Oft als Geschenk für den Sohn getarnt, erfüllte sich eher der Vater seinen geheimen Modellbahnwunsch. War der Sohn dann infiziert, gab es jedes Jahr eine Erweiterung zur Modellbahn. Anfangs meist nur als „Teppichbahn“ aufgebaut, entstanden bei Modellbahninfizierten ganze Modellbahnwelten. In Pfungstadt gab es früher vier Geschäfte, die Modellbahnen verkauften und wo man sich als Kind zur Adventszeit die Nase an den Schaufenstern platt drückte, um die Anlagen zu bewundern.

In der Ausstellung des Museumsvereins und des Stadtmuseums zum Pfungstädter Weihnachtsmarkt am 3. Adventswochenende werden Beispiele für die Entwicklung der Modellbahn von den 1930er Jahren bis heute aufgezeigt. Ausgestellt werden eine Original Märklin-Ausstellungsanlage mit elektromechanischer Steuerung von ca. 1970, die zweite Anlage wird über eine selbst gebaute Elektronik gesteuert, während die dritte Anlage über digitale Technik verfügt. Da können die Lokomotiven qualmen, originalgetreue Fahrgeräusche von sich geben, sie zeigen ein realistisches Fahrverhalten und das Ablaufprogramm kann komplett im digitalen Steuergerät einprogrammiert werden. Auch zeigt die Ausstellung einen Querschnitt zur Modellentwicklung und die immer detailliertere Formgebung der Modelle. Für die kleinen Besucher gibt es zu dem eine Playmobilbahn zu bestaunen.

Am Samstag, 16.12.17 wird die Ausstellung um 14.30 Uhr mit einer Führung in der Säulenhalle des historischen Rathauses eröffnet. Hier kann man sich von den Fachmännern alles zeigen und erklären lassen. Danach wird Kaffee und selbstgebackener Kuchen im Museumskaffee angeboten. Die Ausstellung ist an beiden Tagen von 14.00 bis 20 Uhr geöffnet, das Café schließt um 18 Uhr. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

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Das Mädchen mit den Schwefelhölzern

Am 1. Advent ist die „Zündholz-Ausstellung“ in der Remise, Rügnerstr. 35a, von 15 bis 17 Uhr offen. Die Besucher können nicht nur die Geschichte der Zündholzproduktion in Pfungstadt betrachten, sondern auch bei weihnachtlichem Ambiente Plätzchen und Punsch genießen. Dazu werden Märchen erzählt, in denen das Streichholz eine Rolle spielt.
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Spanisch und Tapas

Granada – in der Remise
Phönizier, Iberer, Römer, Mauren – Alhambra und Sierra Nevada! Granada, seine Geografie und Geschichte sowie Reisen dorthin sind die Themen für das Treffen der Spanisch-Interessierten am Freitag, 24.11. um 18 Uhr in der Remise, Rügnerstraße 35a in Pfungstadt. Spanisch soll gesprochen und Tapas dürfen mitgebracht werden!

 

Herren von Eschollbrücken

Im Rahmen der Vortragsreihe des Stadtarchivs und Stadtmuseums „Wissenwertes – Interessantes – Historisches in und über Pfungstadt“ wird Dr. Horst Lehning über die Herren von Eschollbrücken sprechen. Der Vortrag am Donnerstag, 14.12., beginnt um 18 Uhr in der ehem. Synagoge, Hillgasse 8.

Zündholzausstellung: Herstellung

Am Sonntag, 5. November 2017, von 15 bis 17 Uhr ist die neue Ausstellung zu den Pfungstädter Zündholzfabriken in der Remise der ehem. Büttelschen Fabrik in der Rügnerstr. 35a zu sehen. Dabei soll über die Produktion gesprochen werden: Wie wurde welches Holz wo gespant, geschnitten, getränkt, getunkt und gepackt? Viele Hände und immer mehr Maschinen waren beteiligt. Das war auch nicht immer ungefährlich. Ein Original-Beitrag von einem Mitarbeiter, der 1964 dem Hessischen Rundfunk die Produktion bei einem Fabrikrundgang erklärte, und ein von ihm erstellter Lageplan unterstützen dabei. Natürlich gibt es auch Kaffee und Kuchen dazu!

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