Ausstellungseröffnung „Pfungstädter Kinos“ am Sonntag, 15 Uhr

Für viele alteingesessene Pfungstädter gehörten die Kinos zu den wichtigsten Einrichtungen des gesellschaftlichen Lebens. Heute ist das leider nicht mehr so, aber besonders in den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts waren sie ein fester Bestandteil des kulturellen Angebots. Sie boten um die 1000 Plätze in unserer nicht so großen Stadt und waren zu ihren Glanzzeiten immer gut besucht. Gerade in den Jugendjahren, an die man sich später gern, aber auch leicht melancholisch zurückerinnert, nutzte man sie als Unterhaltungsprogramm und Treffpunkt. Man wurde als Kind mit den Geschwistern in die Sonntagsnachmittagsvorstellung geschickt, stand in der Schlange zum Fahrkartenverkauf und unterhielt sich voller Vorfreude mit Bekannten, kam sich näher als Pärchen in den letzten Reihen, genoss das Eintauchen in fremde Welten und Zeiten in den Hollywoodfilmen, wurde aufgeklärt mit den Schulmädchen-Reporten und viele halfen bei den Filmvorführungen, weil sie einfach Kino-Enthusiasten waren.

Vielen ist das Stoltze/Scala Kino nicht mehr in Erinnerung, es schloss schon 1963 seine Tore. Das Deli-Kino war nicht nur wegen seines mondänen Balkons in romantischer Erinnerung, auch seine Zeit danach als Disco „Old Movie“ war legendär. Der Saalbau, das dritte Kino zeigt seit 1927 Filme und hat schon viele wechselvolle Jahre erlebt. Es wurde von Georg Wilhelm Vögler mit cineastischer Leidenschaft über Jahrzehnte geführt, bis es 1987 der Förderverein übernommen hat. So kann man jetzt nicht nur Filme in einem wunderbaren 50er Jahre Ambiente genießen, sondern auch andere kulturelle Veranstaltungen besuchen, die dort ausgerichtet werden. Leider verstarb Georg Wilhelm Vögler 89-jährig im Juni dieses Jahres. Er unterstützte die Ausstellungsmacher bei der Suche nach alten Bildern und erzählte von den Glanzzeiten des Kinos.

Rainer Ohl, ein großer Kino-Enthusiast, initiierte die Ausstellung und stellte sein Wissen und seine Sammlung von Kino-Plakaten und –programmen u.a. zur Verfügung. Manfred Nüsseler vom Film- und Videoclub Darmstadt verlieh das Wanderkino des Clubs und wird bei der Vernissage am Sonntag, 18. September, 15 Uhr über die geschichtliche Entwicklung des Kinos sprechen. Das findet dann aus räumlichen Gründen in der ehem. Synagoge in der Hillgasse statt. Danach geht man zur Ausstellung ins Museum, wo Führungen in kleinen Gruppen angeboten werden und man sich noch beim Glas Sekt über die eigenen Erlebnisse in den Pfungstädter Kinos austauschen kann.

Rainer Ohl wird etwa jeden zweiten Sonntag das Museum öffnen und als Filmliebhaber verschiedene Filme vorstellen, der Schwerpunkt liegt dabei, wie in seiner Sammlung, auf den Hollywood-Filmen der 50er und 60er Jahre. Außerdem veranstalten wir in der „Woche der Kunststoffstraße Landkreis Darmstadt-Dieburg“ zum Thema Celluloid einen Abend im Saalbaukino, gemeinsam mit dem dortigen Förderverein zu den 50er Jahren mit „Rock’n Roll und Petticoat“ am 5.11.2016.

Hier noch Bilder von der Vorbereitung und dem Kerbumzug:

Vernissage Marina Gots

Eine gelungene Vernissage fand am Sonntag im Stadtmuseum in der Borngasse 7 statt. Marina Gots (Mitte) stellte zum ersten Mal ihr gesamtes Werk aus. Andreas Müller (rechts) sprach die Einführung. Sehr schön konnte man ihre künstlerische Entwicklung anhand der Acrylbilder, des Skizzenbuches, der Aquarelle und der Collagen nachvollziehen. Die Ausstellung ist jeweils donnerstags vom 15-18 Uhr sowie während des gesamten Erzählcafés vom 25.7. bis 12.8. zu sehen. In diesem Rahmen wird Marina Gots am 9. August um 10 Uhr aus ihrer Heimat Russland erzählen und in die Collagentechnik einführen. So kann jeder ein eigenes Bild erstellen. Am Sonntag, den 21. August wird – wieder um 15 Uhr – die Finissage stattfinden. Individuelle Besichtigungstermine können gerne vereinbart werden.

Hier einige Impressionen….

 

 

Vernissage mit Marina Gots

Marina Portrait

Selbstporträt

Marina Gots ist freie Graphikdesignerin und Illustratorin, die in Pfungstadt lebt und arbeitet. Über ihre Kunst sagt sie: „die Natur ist eine unerschöpfliche Kreativitätsquelle, die mich jeden Tag aufs Neue inspiriert. Aquarell und Acryl halfen mir dabei, die faszinierenden Bilder aus meinen Kopf zu malen, bis ich festgestellt habe, dass es die reiche Farbpalette in den gedruckten Zeitschriften schon gibt. So fand ich einen Weg zur Collagetechnik. Ich finde, dass Altpapier uns noch viele spannende Geschichten erzählen kann.“ Am 19. Juni ist um 15 Uhr die Vernissage im Stadtmuseum Pfungstadt, Borngasse 7, zu der herzlich eingeladen wird. Bis Mitte August bildet die Ausstellung den optischen Rahmen des Sommer-Erzählcafés „gehen – kommen – bleiben“, das vom 25.7. bis 12.8. in diesen Räumen stattfindet. Marina Gots wird am 9. August um 10 Uhr von sich und ihrer Kunst erzählen und zur Collagentechnik auch praktisch anleiten. Dazu gibt es Köstlichkeiten aus ihrer russischen Heimat.

Batik zur Leo-Pohl-Ausstellung

Nach dem sehr gut besuchten Sonntag mit dem Thema „Fernseh GmbH“ folgt als nächstes das Thema „Batik“, ursprünglich geplant für den 3. April, aber aufgrund der veränderten Urlaubsplanung auf den 24. April verschoben. Batik bedeutet „mit Wachs zeichnen“ und bezeichnet eine Methode zur Stoffmusterung mit Wachs. Dazu wird hieißes, flüssiges Wachs auf die Stoffteile aufgetragen, die bei Eintauchen in ein Färbebad geschützt werden sollen. Traditionell wurden nur drei Naturfarben verwendet, Indigo (Blau), soga (Braun) und der mengkudu (Rot) (Zitat aus: Jutta Steffen-Schrade in unserem Begleitheft zur Ausstellung). Wir können an einem Nachmittag natürlich nur eine einfache – und einfarbige – Version dazu machen. Aber wir haben verschiedene Batikstempel (siehe Bild) und wollen versuchen, diese einzusetzen.pohl batik

Nicht nur für Lehrer – Hahner Schulgeschichte(n) in der Heimatstube Hahn ab 20.03.2016

Die neue Ausstellung der Hahner Heimatstube mit dem Titel Hahner Schulgeschichte(n)  befasst sich mit der über 400 jährigen Gesichte des Hahner Bildungswesen. Angefangen bei dem ersten Hahner Lehrer Peter Bender bis zur modernen Ganztagsschule zeigt die Ausstellung allerlei Wissenswertes.Einladungskarte-Hahner-Schulgeschichten-2016

Des Weiteren kann der interessierte Besucher mehr über die Entstehung und Entwicklung des örtlichen Kindergartens erfahren. Wer einmal wieder in seiner Schulzeit schwärmen möchte kommt um einen Besuch in der Ausstellung nicht um rum. Auch ist wieder eine lesenswerte Begleitbroschüre entstanden.

Die Ausstellung Hahner Schulgeschichte(n) wird am 20.03.2016 um 14 Uhr eröffnet. Weitere Termine: 10.04., 08.05. und 12.06.2016 jeweils von 14 bis 17 Uhr.

Hahner Heimatstube
Bürgerzentrum (Rathaus)
Gernsheimer Straße 42
64319 Pfungstadt

Lesen Sie hiezu auch den Artikel auch dem Darmstädter Echo Wo Ortsgeschichte lebendig wird
Hahner-Schulgeschichten-2016-1 Hahner-Schulgeschichten-2016-2

 

 

Indonesische Kultur live!

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Am Sonntag, 7.2. findet in der ehem. Synagoge in der Hillstraße (hinter dem Malzturm) um 16 Uhr eine Vorführung des 1000-Hände-Tanzes statt. Indonesische Studenten aus Darmstadt wollen ihn vorführen, mit Live-Musik und -Tanz (siehe http://www.samanindonesia.de; Foto: Adit). Wir sind sehr gespannt!

Dazu beschäftigen wir uns mit dem indonesischen Schattenspiel „Wayang“ beschäftigen. Ursprünglich war geplant, ein Stück aufzuführen, das traditionelle Wayang in Kurzfassung, aber nach genaueren Kenntnisstand des normalerweise 12 Stunden dauernden Schattenspiels, das eine religiöse Bedeutung hat, kapitulierten wir und wollen jetzt kürzere indonesische Märchen vorlesen und die Handpuppen vorstellen, etwas zu ihrem Charakter sagen und wie sie hergestellt wurden. Wir haben ja Dank der Sammlung von Leo Pohl genügend Beispiele zum Zeigen und auch Anfassen! Anschließend kann die Sonderausstellung besucht werden….

 

Wanderausstellung ab 16.10.2015: Was heißt schon Alt ?

Die Wanderausstellung „Was heißt schon alt?“ des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, welche eine Vielzahl gelungener Beiträge zum gleichnamigen Foto-Videowettbewerb zeigt, war der Ausgangspunkt für eine Zusammenarbeit des Stadtmuseums Pfungstadt, dem Leistungskurs Kunst der Friedrich-Ebert-Schule und dem Alten- und Pflegeheim Merschroth‘sche Höfe in Hahn. Ein prämierter Beitrag zeigt eine Pfungstädterin, aufgenommen von dem Fotografen Philip Gunkel, dessen Wurzeln ebenso hier in Pfungstadt liegen. Daher war es uns ein Anliegen, diese Wanderausstellung hier nach Pfungstadt zu bringen!

Was heißt schon alt? Zusammenarbeit des Stadtmuseums Pfungstadt, dem Leistungskurs Kunst der Friedrich-Ebert-Schule und dem Alten- und Pflegeheim Merschroth‘sche Höfe in Hahn

Was heißt schon alt?
Zusammenarbeit des Stadtmuseums Pfungstadt, dem Leistungskurs Kunst der Friedrich-Ebert-Schule und dem Alten- und Pflegeheim Merschroth‘sche Höfe in Hahn

Als künstlerische Ergänzung interessierten uns die Ansichten jüngerer Pfungstädter – und die Schülerinnen des Leistungskurses Kunst mit ihrer Lehrerin Julia Valotta ließen ihrer Phantasie freien Lauf und so entstanden ganz verschiedene Kunstwerke, welche zu der Wanderausstellung präsentiert werden. Im Bild sieht man die Schülerinnen mit ihrer Lehrerin, ihren Werken und der Museumsleiterin Marion Roth.

In der Wanderausstellung werden die verschiedensten Facetten des Alters und des Altwerdens zum Ausdruck gebracht. Auf der einen Seite werden Menschen in hohem Alter, die mit ihrer Gebrechlichkeit, schwindender Aktivität und ihren Falten, welche ihre intensiv gelebte Lebenszeit repräsentieren, gezeigt, – in ihrer Welt drinnen ist das Tempo unserer heutigen Zeit kaum spürbar, die Vergangenheit nimmt mehr Platz ein als die Zukunft. Auf der anderen Seite ist man auch schon „alt“, bevor man in den „Ruhestand“ geht und viele fühlen sich zu Unrecht „zum alten Eisen“ zugerechnet. Dabei gilt es als längst erwiesen, dass heutige ältere Frauen und Männer im

Durchschnitt gesünder, besser gebildet und vitaler als frühere Generationen sind. Aber wo beginnt „Alter“? „Was heißt schon alt“? Die Schülerinnen brachten mit der Frage „ Wer ist für Euch alt?“ ihre Großeltern – die Generation 60+ – in Zusammenhang, welche eher als fit und unternehmungslustig angesehen werden. Diesen Eindruck vermittelt auch das Foto auf ihrem Plakat (eine ältere Frau, welche Duckface selfies macht – also sich mit Kussmund selbst fotografiert). Das Älterwerden wird eher gespannt, nicht negativ gesehen. Wichtig ist, wie man lebt, wie man alt wird.

Ziel der Ausstellung ist es ein neues und differenziertes Bild vom Alter in unserer Gesellschaft zu verankern. Denn die in der Gesellschaft vorherrschenden Altersbilder entsprechen oft nicht den vielfältigen Lebensentwürfen und Stärken der älteren Menschen. Die unterschiedlichen Vorstellungen und Lebensformen der älteren Generation sollen erneuert und bekannt gemacht werden, ältere Menschen sollen ermutigt werden, ihre Fähigkeiten selbstbestimmt in die Gesellschaft einzubringen, und jüngere, ihr Bild vom Alter zu überprüfen.

Jung und alt sind eingeladen, sich über ihre Vorstellungen vom Alter nachzudenken und miteinander ins Gespräch zu kommen!

Um auch den Leuten die Ausstellung zugänglich zu machen, die nicht die vielen Stufen des Museums erklimmen können, ist sie in den Merschroth‘schen Höfen in Pfungstadt-Hahn, ein Pflegeheim, das über die Grenzen Pfungstadts hinaus wohl bekannt ist. Hier können wir die schön gestalteten neuen Räume benutzen, die erst im nächsten Jahr offiziell eröffnet werden.

Diese Räume werden aber schon genutzt und so steht die Ausstellung nur an diesem Wochenende dort. Die feierliche Eröffnung findet am Freitag, dem 16.10.2015 um 15:30 Uhr im Beisein von Bürgermeister, Schul- und Heimleitung statt. Joachim Jahn von den Merschroth’schen Höhen hält eine kurzen Vortrag über das Altern in anderen Kulturen. Zur musikalischen Umrahmung hat sich ein Duo mit Klavier und Querflöte und einem Altersunterschied von knapp 60 Jahren zusammen gefunden.

Die weiteren Öffnungszeiten sind am Samstag, den 17.10. und Sonntag, en 18.10.2015 von 10 bis 12 und von 14 bis 17 Uhr in den Merschroth’sche Höfen, Pfungstadt-Hahn, Kirchweg 8, Eingang Mitte. Danach kann die Ausstellung in reduzierter Form bis 22.10.2015 im Stadtmuseum besichtigt werden. Das Stadtmuseum ist donnerstags von 15 bis 18 Uhr geöffnet, Termine können aber gerne unter 06157-9881510 oder museum@pfungstadt.de vereinbart werden.

Ab 04.10.2015: Neue Ausstellung zum Thema Landwirtschaft in Hahn

Am Sonntag, 04.10.2015, ab 14:30 Uhr wird in der Hahner Heimatstube die neue Ausstellung „…unser tägliches Brot…“ Landwirtschaft in Hahn – gestern und heute eröffnet.

Zahlreiche Bilder zeigen das landwirtschaftliche Leben von früher in dem Pfungstädter Stadtteil Hahn und ist ein Besuch wert.  Landwirtschaft-in-Hahn-gestern-und-heute-2015

Die Ausstellung ist an folgenden Sonntagen zwischen 14 und 17 Uhr geöffnet:

  • 04.10.2015
  • 18.10.2015
  • 01.11.2015
  • 15.11.2015

Heimatstube Hahn
Bürgerzentrum
Gernsheimer Str.
64319 Pfungstadt-Hahn

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Kerbumzug

Dieses Jahr zum dritten Mal in Folge nehmen wir als Stadtmuseum am Kerbumzug teil. Dieses Mal war unser Thema: Leo Pohl. Ein Pfungstädter kommt rum! Olympiasieg 1956, Fernsehtechnik, Südasien. Passend dazu war unser Zug: 4 Staffelläuferinnen, 4 Inderinnen, 2 Kameramänner, dazu noch 2 Museumsfrauen, weil Leo Pohl sich in unserem Museum sehr stark engagiert hat. Die Läuferinnen, ausgestattet mit Bronzemedaillen, liefen und gaben das Staffelholz weiter, die Inderinnen tanzten, die Kameramänner filmten, die Museumsfrauen mit Zylinder trugen das Banner, was wir bald am Museum aufhängen werden. Wir hatten hervorragendes Wetter, das Publikum war zahlreich und die Laune bestens! Viele – besonders ältere – Pfungstädter kommentierten „Ach, den Leo Pohl, den kannte ich auch!“ und so freuen wir uns auf die Ausstellung, die am 15.11. im Stadtmuseum eröffnet wird.

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