Start Vortragsreihe Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und über Pfungstadt

Es ist nun zwar schon ein paar Tage her, aber einen kurzen Bericht über die neue Vortragsreihe Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und über Pfungstadt“, die zum ersten Mal am 23.03.2015 statt fand, möchten wir Ihnen nicht vorenthalten.

Viele interessierte Pfungstädter kamen in die ehemalige Synagoge, um dem Vortrag von Sabine Gabriel aus dem Stadtarchiv zu folgen. Sabine Gabriel erzählte allen Anwesenden historisches, aber auch gegenwärtiges über das Pfungstädter Rathaus, das von 1614 bis 1618 erbaut wurde. 14 Mühlen gab es zu dem damaligen Zeitpunkt in der Pfungstädter Germarkung, von denen noch heute einige erhalten sind. Das Pfungstädter Rathaus wurde damals über der Modau erbaut und noch heute fließt diese darunter durch, wie man immer noch an einem Torbogen auf der Seite des Rathauses in der Kirchstraße sehen kann.

Wer den Vortag leider nicht besuchen konnte und verpasst hat, kann diese und weitere Fakten zu dem Historischen Rathaus auch in dem Handout Das Pfungstädter Rathaus lesen.

Bild: Sabine Gabriel

Bild: Sabine Gabriel

Die Idee zur „Vortragsreihe Wissenswertes – Interessantes – Historisches in und über Pfungstadt“ kamen Sabine Gabriel und Marion Roth als sie bei der Durchsicht des Pfungstädter Anzeiger immer wieder auf kurze und interessante Artikel über die Geschichte Pfungstadts gestoßen sind, die Karl Hechler, von Beruf Lehrer und Ortschronist Pfungstadts, seit den 1960er Jahren geschrieben und veröffentlicht hat. Um dieses Wissen nicht verloren gehen zu lassen, werden diese Geschichten nun in einer modernen Form präsentiert. In der ehemaligen Synagoge wird nun am letzten Donnerstag eines Quartals jeweils ein interessantes Thema vorgestellt.

Die nächsten 3 Termine für 2015 stehen bereits fest:

  • 25.06.2015 Marion Roth: Pfungstädter Moor
  • 24.09.2015 Wolfgang Roth: Torf stechen
  • 17.12.2015 Günter Krämer: Pfungstädter Weihnachtsbräuche

Beginn: 18 Uhr in der

Kulturhaus Ehemalige Synagoge
Hillgasse 8
64319 Pfungstadt

Haben Sie vielleicht auch ein Vorschlag zu einem Thema über das historische Pfungstadt? Dann lassen Sie es uns wissen uns melden Sie sich bei uns im Museum oder bei Sabine Gabriel im Stadtarchiv

Schauen Sie sich auch unseren Termin-Kalender an. Über das Jahr verteilt bieten wir zahlreiche weitere Vorträge, Ausstellungen und Events an. Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Bilder Eröffnung Ausstellung Welt der Bücher

Für alle die gestern leider nicht bei der Eröffnung unserer neuen Ausstellung Welt der Bücher des Künstlers Hüseyin Aslan im Pfungstädter Museum sein konnten, haben wir einige Bilder zusammengestellt.

Hüseyin Aslan hat zusammen mit seinen befreundeten Künstlern und Musikern Necmi Erkardaş und  Eric Zessin sowie dem Lyriker George Goodman, die Ausstellung eröffnet. George las aus seinen stimmungsvollen Gedichten vor, die Gruppe Hane, also Hüseyin, Necmi und Eric, spielten mit ihren teils exzentrischen Instrumenten und Hüseyin trug auch deutsch-türkische Texte vor. Er nahm auch Bezug auf den aktuellen Anschlag auf Charlie Hebdo in Paris und die Freiheit der Künstler, die für ihn existentiell ist und verwies auf den Anschlag in Istanbul vor einigen Jahren, als 33 Menschen einer Zeitungsredaktion ums Leben kamen.

Zahlreiche Gäste waren sehr berührt und ließen sich bei Tee, Wein und orientalischen Köstlichkeiten von der experimenteller Kunst, Musik und Lyrik begeistern.

Auch wenn Sie einen sehr schönen Abend verpasst haben – die Ausstellung können Sie noch bis 10.05.2015 sehen. An einigen Sonntagen ist Hüseyin Aslan auch selbst im Pfungstädter Museum vor Ort. Die Termine und Themen unserer Mitmach-Werkstatt können Sie hier einsehen.

Um mehr über die Ausstellung zu erfahren, empfehlen wir auch einen Artikel aus dem Darmstädter Echo vom 04.05.2015

Wie immer freuen wir uns auf Ihr Kommen!

 

Eröffnung der Ausstellung Hessische Celluloidwarenfabrik Dietz & Böttcher in der Hahnmühle am 25.01.2015

In der Hahner Heimatstube wird am kommenden Sonntag ab 11 Uhr eine überaus interessante Ausstellung über einen ehemals wichtigen Wirtschaftszweig Pfungstadts eröffnet. Celluloidwaren – oder Kunststoff, wie die heutige Bezeichnung lautet – der  Hessischen Celluloidwarenfabrik Dietz & Böttcher in der Hahnmühle.

Initiator dieser Ausstellung ist Kai-Jan Kutscher, dessen Familie über mehrere Generationen in der Celluloidwarenfabrik Dietz & Böttcher gearbeitet hatte, bis diese 1982 geschlossen wurde. Zusammen mit Hahns Ortsvorsteher Dieter Römer und Marion Roth, der Leiterin des Stadtmuseums Pfungstadt, lädt er alle Interessenten herzlichst zu Eröffnung der Ausstellung ein. Neben zahlreichen Gegenständen, die in der Celluloidwarenfabrik hergestellt wurden, werden auch Einblicke in die Firmengeschichte und die der Hahnmühle selbst gegeben.

Geöffnet ist die Ausstellung in der Hahner Heimatstube an folgenden Sonntagen von jeweils 14 Uhr bis 17 Uhr:

  • 22.02.2015
  • 29.03.2015
  • 26.04.2015
  • 31.05.2015
  • 28.06.2015

Hahner Heimatstube
Bürgerzentrum/Rathaus
Gernsheimer Str.
64319 Pfungstadt

Wenn Sie mehr über die Ausstellung der Hessischen Celluloidwarenfabrik Dietz & Böttcher in der Hahnmühle erfahren möchten, lesen Sie auch diesen Artikel des Darmstädter Echos.

Wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Das Ende einer Ausstellung

Sehr stimmungsvoll haben wir die Ausstellung „1914-1918, der 1. Weltkrieg in Pfungstadt“ in der ehemaligen Marion-Roth-Jürgen-Porth-Finnisage-2014Synagoge beenden können. Das Programm von Jürgen Porth, dem „Ourewäller Guggugg“, das von ihm erstellt und vorgetragen wurde, gab noch einmal einen guten Überblick über die Kriegszeit aus der Sicht der „normalen Leute“. Zwei Spachbrücker von damals, Ludwig Renkel und Jockel Rau, waren durch Bild und Helm symbolisch anwesend und Jürgen Poth kam immer wieder auf ihr Leben zu sprechen. Auch das Symbol der Mohnblumen, die ersten Blumen, die sich auf ehemaligen Kriegsfeldern wieder ansiedeln, wurde musikalisch aufgegriffen. Das Publikum war begeistert und besonders angetan von Poths Liedern und Geschichten, die den vielen Facetten des Krieges oft mit einem verschmitzten Augenzwinkern Raum gibt: die anfängliche Begeisterung, der Nationalismus, die Verbrüderungen an Weihnachten und den Humor, aber auch den Tod und die Verzweiflung. Es war ein würdiges Ende unserer sehr erfolgreichen Ausstellung und wir danken Jürgen Poth dafür sehr herzlich und hoffen, ihn bald mal wieder in der ehem. Synagoge begrüßen zu können!

 

Finissage zu „1. Weltkrieg in Pfungstadt“

vierzehn – achtzehn: Nie wieder Krieg!?

Musik und Geschichte(n) aus einer vergessenen Zeit

Im August 1914 stand die Welt – und mit ihr Pfungstadt – am Rande der Selbstzerstörung. Regenten und Politiker ließen alle Vernunft fahren und mobilisierten ihre Armeen für ein gegenseitiges Abschlachten. Mit Gott für Kaiser und Vaterland dem Tod entgegen, hinein in die Ur-Katastrophe des 20. Jahrhunderts!

Das Museum Pfungstadt zeigt seit August in einer Ausstellung, wie dieser Weltkrieg den Alltag der Pfungstädter beeinflusste. Zur Finissage dieser Ausstellung tritt am Sonntag, 16. November, um 18 Uhr in der ehemaligen Synagoge in der Hillgasse, der Spachbrücker Liedermacher Jürgen Poth auf. Am Abend des Volkstrauertags stellt er in seinem neuen Programm zur hundertsten Wiederkehr des Beginns des 1. Weltkrieges musikalisch das Leben der jungen Soldaten und ihrer Familien in den Mittelpunkt.

Bauern und Handwerker waren es überwiegend, die ihre Familien verlassen mussten in der Hoffnung, an Weihnachten wieder zu Hause zu sein. Falls sie je wieder heimkehrten, war es vier Jahre später. Die Mütter, Ehefrauen und Kinder hatten ein hartes, entbehrungsreiches Leben vor sich mit Lebensmittelrationierungen, Arbeitslosigkeit und ständige Angst um die Männer in den Schützengräben. Die Feldpost transportierte unzählige Briefe und Päckchen, immer in der Hoffnung auf ein rasches Ende des Völkermordens.

Lieder und Gesang spielten damals eine wichtige Rolle. Aber es war nicht die Kriegsbegeisterung, wie die kaiserliche Propaganda glauben machen wollte! Jürgen Poth drückt es in einem Liedtext so aus: „Ich sing ein frohes Lied, damit ich nicht weinen muss …!“ Mit kurzen historischen Erläuterungen stellt er Zusammenhänge zu den Liedtexten her und berichtet über Geschehnisse, die der Weltkrieg in unsere Region hinein trug.

Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten. Man kann unter 06157-988 1510 oder museum@pfungstadt.de Plätze reservieren lassen.

Plakat 14-18_Pfungstadt (1)

Verbandstag des Hessischen Museumsbandes 2014 in Rüsselsheim

Gestern hat der Hessische Museumsverband e.V. hat zum Verbandstag 2014 in Rüsselsheim geladen. Die Tagung fand statt im Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim – und wir waren mit dabei.

Erst die Arbeit, dann das Vergnügen: Vormittags gab es u.a. Begrüßungen der Vertreter der einzelnen Parteien und die Neuwahl des Verbandsvorstandes. Nach dem Mittagessen hielten Museums-Mitarbeiter des Militärhistorischen Museums Dresden, des Haus der Geschichte Baden-Württemberg und des Stadt- und Industriemuseum Rüsselsheim Vorträge über ihre Ausstellungen rund um den Ersten Weltkrieg und wie Krieg und Gewalt in Museen dargestellt werden kann.

Nach diesen Vorträgen, die allesamt sehr interessant waren und tiefere Einblicke in deren Museums-Alltage gaben, konnte wir zusammen mit den Kollegen aus Rüsselsheim an verschiedenen Führungen teilnehmen. Ursprünglich hatten wir uns für die Opelvillen registriert, entschieden uns jedoch kurzfristig für die Festung um, die das Museum umgibt und von der wir uns bereits mittags bei einem Rundgang einen Eindruck verschaffen konnten.

Die Festung wurde bereits 1399 durch den Grafen von Katzenelnbogen erbaut. Von diesen Mauern ist jedoch nichts mehr erhalten geblieben, lediglich Grundrisse weisen noch darauf hin. Im 15 Jahrhundert wurde dann der noch jetzt vorhandene Teil der Festung gebaut. Zu sehen waren für uns auch Teile der Festungen, die nur bei besonderen Führungen gezeigt werden, wie z.B. Räume und Gänge in den Mauern.

Der Verbandstag 2014 hat uns wirklich sehr gut gefallen und wir wollen demnächst nochmals nach Rüsselsheim fahren, um uns neue Dauerausstellung des Stadt- und Industriemuseum anzuschauen. 2015 wird der nächste Verbandstag in Bad Homburg stattfinden.

Museum am Kerb-Sonntag 14.09.2014 geöffnet

In einigen Tagen ist es wieder soweit: Die Pungschter Kerb ist doa!

Von 12. bis 14. September 2014 öffnet die Pfungstädter Straßenkerb seine Pforten und wie immer gibt es viel zu sehen und zu erleben. Auch das Pfungstädter Museum ist am kommenden Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Als ganz besonderes Highlight wird das neue Zirkus-Zimmer offiziell eröffnet, das ab sofort eine dauerhafte Ausstellung sein wird. Zwar sind die Exponate nicht so zahlreich wie bei der Sonderausstellung Zirkus, aber dennoch lohnt sich ein Besuch und Sie werden begeistert sein.

Für ausländische Gäste bieten wir bei unserer aktuellen Ausstellung Erster Weltkrieg in Pfungstadt eine English guided tour ab 16 Uhr an. An einer deutschen Führung können Sie gerne ab 17 Uhr teilnehmen.

Wie immer freuen wir uns auf Ihr Kommen!

Pfungstädter Kerb-Plakat Museum Pfungstadt 2014

3. Woche, Freitag: Schlangen Europas

 schlangen6Bild: Guido Kreiner

Der vorletzte Termin des Erzählcafés fand abends in der ehem. Synagoge Pfungstadt statt. Guido Kreiner, der bereits am Mittwochmorgen zu Gast war, zeigte uns mit zahlreichen Bildern, welche Schlangen in Europa heimisch sind. Alle Bilder wurden von Guido selbst auf seinen Exkursionen aufgenommen, die ihn schon durch fast ganz Europa geführt haben. Bei diesen Exkursionen ist es leider auch nicht ausgeblieben, dass er von Schlangenbissen verschont wurde. Vor ein paar Jahren war auch mal eine giftige Natter dabei, die zwar Schmerzen verursacht hat, doch alles in allem hat Guido den Biss sehr gut überstanden. Ärgerlich war nur, dass er seine Exkursion damals nach nur zwei Tagen abbrechen muss.

Der Vortrag über die Schlangen in Europa beschränkte sich aber nicht nur auf Bilder von schuppigen Tierchen. Sehr schöne Natur-Aufnahmen zeigten in welchem Umfeld die Schlangen leben. Nicht selten passen sich die Schlangen mit ihrer Farbe der Umgebung an, so dass sie nur schwer zu erkennen sind.

Verblüfft waren wir auch, wie einfach Guido auf den Bildern erkennen konnte, ob es sich bei der jeweiligen Schlange um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Zu erkenn ist das u.a. an der Färbung auf dem Kopf der Schlangen, die bei Männchen meist ausgeprägter sind als bei Weibchen.

In Pfungstadt findet man Schlangen übrigens am ehesten in den Sträuchern und Gräsern entlang von Bahn-Gleisen.

Wer mehr über Schlangen erfahren möchte, kann dies in Guidos Kreiners Buch Schlangen Europas mit der ISBN 978-3899734577 nachlesen oder einfach auf seiner Webseite schlangen-europas.de vorbeischauen.

Neue Ausstellung Erster Weltkrieg bis 16.11.2014

Nach monatelangem Planen war es gestern endlich so weit: Die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg wurde eröffnet.

Über 70 Besucher nahmen an der Eröffnung in der Säulenhalle des historischen Rathauses teil. Bürgermeister Patrick Koch sprach die Begrüßungsworte, Jürgen Poth steuerte den musikalischen Teil mit Liedern aus der Zeit von 1914 bis 1918 bei und Dr. Thomas Lange las aus alten Feldpostbriefen vor.

Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Eröffnung-Patrick-Koch

Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Eröffnung-Jürgen-PothAusstellung-Erster-Weltkrieg-Eröffnung-Dr.-Thomas_Lange

 

Nach dem offiziellen Teil konnte die Ausstellung im Museum besichtigt werden. Da die Räume des Museums für die große Anzahl der Besucher zu klein sind, wurden die Führungen in drei Gruppen aufgeteilt. In der Zwischenzeit konnten sich die restlichen Besucher bei Getränken und Kriegsbrot der Bäckerei Liebig im Museumsgarten stärken.Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Pfungstädter Museum

Die Ausstellung informiert mit vielen Infotafeln über die Zeit des Ersten Weltkrieges im Allgemeinen, aber auch in Pfungstadt. Lebensmittelkarten, Zuweisungen von Kartoffeln sowie Anweisungen Tannenzapfen als Brennmaterial zu sammeln veranschaulichen, wie vor 100 Jahren der Krieg den Alltag bestimmt hat.

Dass der Erste Weltkrieg auch in Pfungstadt seine Spuren hinterließ, kann jeder Besucher am Eingang zu den Museums-Räumen sehen: Von den rund. 1.000 Männer, die aus Pfungstadt eingezogen wurden, ist ein Drittel dieser Männer – 243 aus Pfungstadt, 44 aus Hahn, Eschollbrücken 43 und 2 aus Eich – gefallen und kehrte nicht wieder zurück.

Wer sich über unsere Ausstellung hinaus mit dem Thema Erster Weltkrieg in Pfungstadt befassen möchte, kann zum Selbstkostenpreis unser Begleitmaterial erhalten:

  • Erster Weltkrieg in Pfungstadt (offizielles Begleitheft zur Ausstellung)
  • Pfungstadt und seine heutigen Stadtteile Eich, Eschollbrücken und Hahn am Vorabend des 1. Weltkriegs (von Wolfgang Roth)
  • Die Militarisierung der Jugend im Kaiserreich – Die Jugendkompanie Pfungstadt (von Wolfgang Roth)
  • Kriegstagebuch und Feldpostbriefe von Heinrich Huxhorn

Bei Interesse fragen Sie einfach im Museum nach oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Die Ausstellung ist bis zum 16. November 2014 im Pfungstädter Museum zu sehen – wir freuen uns auf Ihr Kommen!