3. Woche, Freitag: Schlangen Europas

 schlangen6Bild: Guido Kreiner

Der vorletzte Termin des Erzählcafés fand abends in der ehem. Synagoge Pfungstadt statt. Guido Kreiner, der bereits am Mittwochmorgen zu Gast war, zeigte uns mit zahlreichen Bildern, welche Schlangen in Europa heimisch sind. Alle Bilder wurden von Guido selbst auf seinen Exkursionen aufgenommen, die ihn schon durch fast ganz Europa geführt haben. Bei diesen Exkursionen ist es leider auch nicht ausgeblieben, dass er von Schlangenbissen verschont wurde. Vor ein paar Jahren war auch mal eine giftige Natter dabei, die zwar Schmerzen verursacht hat, doch alles in allem hat Guido den Biss sehr gut überstanden. Ärgerlich war nur, dass er seine Exkursion damals nach nur zwei Tagen abbrechen muss.

Der Vortrag über die Schlangen in Europa beschränkte sich aber nicht nur auf Bilder von schuppigen Tierchen. Sehr schöne Natur-Aufnahmen zeigten in welchem Umfeld die Schlangen leben. Nicht selten passen sich die Schlangen mit ihrer Farbe der Umgebung an, so dass sie nur schwer zu erkennen sind.

Verblüfft waren wir auch, wie einfach Guido auf den Bildern erkennen konnte, ob es sich bei der jeweiligen Schlange um ein Weibchen oder ein Männchen handelt. Zu erkenn ist das u.a. an der Färbung auf dem Kopf der Schlangen, die bei Männchen meist ausgeprägter sind als bei Weibchen.

In Pfungstadt findet man Schlangen übrigens am ehesten in den Sträuchern und Gräsern entlang von Bahn-Gleisen.

Wer mehr über Schlangen erfahren möchte, kann dies in Guidos Kreiners Buch Schlangen Europas mit der ISBN 978-3899734577 nachlesen oder einfach auf seiner Webseite schlangen-europas.de vorbeischauen.

Neue Ausstellung Erster Weltkrieg bis 16.11.2014

Nach monatelangem Planen war es gestern endlich so weit: Die Ausstellung zum Ersten Weltkrieg wurde eröffnet.

Über 70 Besucher nahmen an der Eröffnung in der Säulenhalle des historischen Rathauses teil. Bürgermeister Patrick Koch sprach die Begrüßungsworte, Jürgen Poth steuerte den musikalischen Teil mit Liedern aus der Zeit von 1914 bis 1918 bei und Dr. Thomas Lange las aus alten Feldpostbriefen vor.

Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Eröffnung-Patrick-Koch

Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Eröffnung-Jürgen-PothAusstellung-Erster-Weltkrieg-Eröffnung-Dr.-Thomas_Lange

 

Nach dem offiziellen Teil konnte die Ausstellung im Museum besichtigt werden. Da die Räume des Museums für die große Anzahl der Besucher zu klein sind, wurden die Führungen in drei Gruppen aufgeteilt. In der Zwischenzeit konnten sich die restlichen Besucher bei Getränken und Kriegsbrot der Bäckerei Liebig im Museumsgarten stärken.Ausstellung-Erster-Weltkrieg-Pfungstädter Museum

Die Ausstellung informiert mit vielen Infotafeln über die Zeit des Ersten Weltkrieges im Allgemeinen, aber auch in Pfungstadt. Lebensmittelkarten, Zuweisungen von Kartoffeln sowie Anweisungen Tannenzapfen als Brennmaterial zu sammeln veranschaulichen, wie vor 100 Jahren der Krieg den Alltag bestimmt hat.

Dass der Erste Weltkrieg auch in Pfungstadt seine Spuren hinterließ, kann jeder Besucher am Eingang zu den Museums-Räumen sehen: Von den rund. 1.000 Männer, die aus Pfungstadt eingezogen wurden, ist ein Drittel dieser Männer – 243 aus Pfungstadt, 44 aus Hahn, Eschollbrücken 43 und 2 aus Eich – gefallen und kehrte nicht wieder zurück.

Wer sich über unsere Ausstellung hinaus mit dem Thema Erster Weltkrieg in Pfungstadt befassen möchte, kann zum Selbstkostenpreis unser Begleitmaterial erhalten:

  • Erster Weltkrieg in Pfungstadt (offizielles Begleitheft zur Ausstellung)
  • Pfungstadt und seine heutigen Stadtteile Eich, Eschollbrücken und Hahn am Vorabend des 1. Weltkriegs (von Wolfgang Roth)
  • Die Militarisierung der Jugend im Kaiserreich – Die Jugendkompanie Pfungstadt (von Wolfgang Roth)
  • Kriegstagebuch und Feldpostbriefe von Heinrich Huxhorn

Bei Interesse fragen Sie einfach im Museum nach oder schreiben Sie uns eine E-Mail.

Die Ausstellung ist bis zum 16. November 2014 im Pfungstädter Museum zu sehen – wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Eröffnung der Ausstellung Erster Weltkrieg am 3. August 2014

Am nächsten Sonntag ist es soweit: Ab 15 Uhr laden wir Sie recht herzlich zur Eröffnung der Ausstellung zum Ersten Weltkrieg ein.

Da wir für diese Ausstellung ein etwas anderes Rahmenprogramm als sonst geplant haben, findet die Eröffnung nicht wie gewohnt im Pfungstädter Museum statt, sondern ein paar Häuser weiter, in der Säulenhalle des Historischen Rathauses.

Bürgermeister Patrick Koch wird Sie begrüßen, Dr. Thomas Lange wird einen Vortrag zur Feldpost halten, die ein Teil der Ausstellung ausmacht und für Musik haben wir auch gesorgt: Der Ouewäller Guggugg wird Lieder aus der Zeit des Ersten Weltkriegs von 1914 bis 1918 zum Besten geben.

Anschließend werden wir gemeinsam zum Museum laufen und die neue Ausstellung, die bis 16. November 2014 zu sehen ist, begutachten.

Einen kleinen Vorgeschmack zur Ausstellung können Sie schon heute von unserem Aufbau zur Ausstellung sehen.

Wie immer freuen wir uns auf Ihr Kommen! Sollten Sie am Sonntag leider keine Zeit haben, so können Sie jeden Donnerstag und Sonntag die Ausstellung sehen. Außerdem haben wir im Rahmen der Ausstellung noch ein interessantes Begleitprogramm für unserer Besucher zusammen gestellt, wie z.B. Filmvorführungen und weitere Vorträge. Alle Termine finden Sie auch in unserer Übersicht unter Aktuellen & Termine.

Erzählcafé Sommer 2014: Überblick

Das Erzählcafé öffnet ab 4. August 2014 seine Pforten für alle die daran teilnehmen möchten.

Und das erwartet Sie in den nächsten Wochen:

Montag, 16 Uhr  Dienstag, 10 Uhrbes. für Kinder  Mittwoch, 10 Uhrbes. für Kinder Donnerstag, 16 Uhr  Freitag, 18 Uhr   Sonntag, 15 Uhr 
4.8. Asyl 5.8. Nigeria 6.8. Honig 7.8. Kalligraphie und Zeichnen 8.8. Grammophon & Schelllackplatten 10.8. 1. Weltkrieg
11.8. Firmen und Geschäfte 12.8. Wolle spinnen 13.8. Indianer 14.8. Matriachat in der Steinzeit 15.8. 50er Jahre 17.8. 1. Weltkrieg
18.8. Ehen im Krieg 19.8. alte Traktoren 20.8. Amphibien Salamander, Kröten und Molche in&um Pfungstadt 21.8. Geschäfte und Firmen II 22.8. 10+18 Uhr: Reptilien(abends: Synagoge) 23.8. 1. Weltkrieg

Eine Anmeldung zu den jeweiligen Terminen ist nicht nötig. Schauen Sie einfach bei uns im Museum vorbei und lassen Sie sich etwas interessantes erzählen. Unsere Übersicht Erzählcafé 2014 mit allen Terminen und weiteren Infos können Sie sich gerne auch runter laden.

Die Termine des Erzählcafé und viele andere finden Sie auch unter Aktuelles & Termine.

 

 

 

Termine, Termine, Termine

Kaum ist unsere Zirkus-Ausstellung mit der Finissage am vergangenen Sonntag beendet worden, stehen schon die nächsten Termine ins Haus.

Am 20.07.2014 laden wir zu einer Matinee zum Thema Alles Plastik? Kunststoffe und das Wirtschaftswunder in der Büchner Villa ein.

Der August steht ganz im Sinne unserer neuen Ausstellung zum 1. Weltkrieg und unserem Erzählcafés: Ob jung oder alt – alle sind herzlich willkommen bei den interessanten Erzählungen unserer Gäste zuzuhören. Drei Wochen lang sprechen wir an sechs Tagen in der Woche über den 1. Weltkrieg, Honig, Reptilien, Frauen in der Steinzeit, Wolle, Schallplatten, Indianer und vielem, vielem, mehr.

Und wenn Sie noch nicht bei der Ausstellung Vergessene Künste des Museumsvereins vorbei geschaut haben, dann haben Sie noch bis 05.10.2014 dazu Zeit. An jedem 1. Sonntag des Monats öffnet die alte Remise ihr Pforten für Sie.

Damit Sie keine unserer Veranstaltungen verpassen, finden Sie unter Aktuelles & Termine alle anstehenden Termine.

Wir sehen uns!

Alles Plastik? Veranstaltung rund um das Thema Kunststoff am 20.07.2014

Kunststoff – besser bekannt auch als Plastik. Jeder kennt es. Jeder nutzt es. Jeder sieht es als selbstverständlich an. Und eigentlich ist es auch gar nicht mehr so recht aus unserem Alltag weg zu denken. Aber wann genau erhielt Kunststoff Einzug in unser Leben und wie genau hat das Material es verändert?

Zusammen mit dem Standortmarketing Darmstadt-Dieburg e.V veranstaltet die Stadt Pfungstadt am 20. Juli 2014 eine Martinee zum Thema Alles Plastik? Kunststoffe und das Wirtschaftswunder. Eröffnet wird die Veranstaltung vom Pfungstädter Bürgermeister Patrick Koch und unter der Moderation von Marion Roth, der Leiterin des Pfungstädter Museums, wird insbesondere die Nachkriegsphase der 50er Jahre näher beleuchtet.

Interessante Vorträge werden vom Landrat Klaus Peter Schellhaas (Mitmachen erwünscht – Die Kunststoffstraße im Landkreis Darmstadt-Dieburg wächst), Prof. Dr. Dietrich Braun (Die Geschichte der Kunststoffe – Entwicklungen und Herausforderungen eines genialen Werkstoff) und Dr. Eva Brachert (Kunststoffe und das Wirtschaftswunder: ein Material wird zum Shootingstar) zu hören sein.

Alles Plastik? Kunststoffe und das Wirtschaftswunder 

Sonntag, 20. Juli 2014
Beginn: 10.30 Uhr
Villa Büchner
Uhlandstr. 20
64319 Pfungstadt

Plakat zur Kunststoff Matinee

Die Veranstaltung ist kostenlos und wir freuen uns auf Ihr Kommen!

Exponate aus Kunststoff und den 50er Jahren können Sie übrigens auch im Pfungstädter Museum begutachten. Oder bleiben Sie bei der Martinee einfach etwas länger, denn im Anschluss an die Veranstaltung werden die Kunststoff-Exponate im Museum gemeinsam besucht.

Der Pfungstädter Wellberg: Vortrag von Dr. Thomas Maurer

Dr.-Thomas-Maurer-Vortrag-Wellberg

Dr. Thomas Maurer Vortrag zum Wellberg am 7. Mai 2014

Vergangene Woche stellte der aus Pfungstadt stammende Archäologe Dr. Thomas Maurer seine Ergebnisse zu den Ausgrabungen am Wellberg vor. Die Ausgrabungen fanden im August 2013 statt und sollten neue Erkenntnisse über den unter Denkmalschutz stehenden Wellberg in der Pfungstädter Gemarkung aufzeigen.

Der Wellberg war bereits zu früheren Zeiten ein beliebtes Objekt für Archäologen und Historiker. Schon vor über 200 Jahren – um genau zu sein 1807 – wurde der auch als Wild-Hügel bekannte Berg erforscht, zum letzten Mal 1974 durch Valentin Liebig. Damals wurden auch Überreste aus der Bronzezeit gefunden, was eine kleine Sensation auslöste. Heute ist bekannt, dass im Gebiet von Pfungstadt in der Bronzezeit Menschen gesiedelt haben und sich im Mittelalter  auf dem Wellberg eine Niederungsburg befand.

Da auf dem Wellberg keine größeren Grabungen vorgenommen werden durfte, wurde das Gebiet um den Hügel untersucht. Eine der wohl interessantesten Erkenntnisse, die die Ausgrabung gebracht hat, ist dass die Niederungsburg, die sich auf dem Wellberg befand, eine sogenannte Vorburg besaß. Außerdem konnte aufgrund von Luftaufnahmen und digitalen Geländemodellen herausgefunden werden, dass die Burg des Wellbergs über Gräben verfügte. Es war damals nicht unüblich, dass Gräben Burgen umgaben. Was die Gräben des Wellbergs allerdings besonders machen, ist die Anzahl. Sieben bis acht Gräben konnten ausgemacht werden, normal waren zu damaligen Zeiten ein bis zwei.

Luftaufnahme Wellberg Copyright Peter Groß, Mühlhausen

Luftaufnahme Wellberg
Copyright Peter Groß, Mühlhausen

Gefunden wurden bei den Ausgrabung, bei der u.a. Mitarbeiter des Pfungstädter Betriebshofs, Studenten und Ehrenamtliche geholfen haben, Scherben, Knochen und Steine. Auch einige Hufeisen gehören zu den Fundstücken. Die Scherben stammen unter anderem von einem mittelalterlichen Becherkachelofen und bei den Knochen handelt es sich nicht um menschliche Knochen, sondern um Tierknochen.

Alles in allem konnte bei der Ausgrabung jede Menge Material gesammelt werden, das in den nächsten Jahren näher erforscht werden soll. Auch sollen die Fundstücke in einer eigenen Ausstellung im Pfungstädter Museum gezeigt werde. Eine solche Ausstellung ist im nächsten Jahr geplant. Wenn es soweit ist, halten wir Sie selbstverständlich hier im Blog auf dem Laufenden.

Vortrag zur Wellberg-Ausgrabung

„Der Wellberg - Neue Forschungen zu einer mittelalterlichen Burg bei Pfungstadt“

„Der Wellberg – Neue Forschungen zu einer mittelalterlichen Burg bei Pfungstadt“ lautet der Titel der Veranstaltung am Mittwoch, 7. Mai 2014, um 19.30 Uhr in der ehemaligen Synagoge in Pfungstadt (Hillgasse). Dr. Thomas Maurer, der im Herbst 2013 eine archäologische Ausgrabung am Wellberg durchgeführt hat, wird die Ergebnisse der Grabung präsentieren. Das Bild zeigt das Modell des Wellbergs aus dem Stadtmuseum Pfungstadt, das jetzt eigentlich aktualisiert werden müsste.

Der Wellberg – ein markanter, noch gut 5 m hoher und an seinem Fuß etwa 60 m breiter obstbaumbestandener Hügel im Südwesten der Pfungstädter Gemarkung – ist eines der am besten erhaltenen Bodendenkmäler Hessens. Es handelt sich dabei um den Überrest eines mittelalterlichen Burghügels, dessen Wehrgräben sich als niedrige Senken im Wiesengelände noch abzeichnen. Schon mehrfach sind in der Vergangenheit Sondagen am Wellberg und in seiner unmittelbaren Umgebung durchgeführt worden, die jedoch wenige nachvollziehbare Erkenntnisse zur Geschichte und Bedeutung dieser kleinen Burg erbrachten. Im Rahmen einer ersten Grabungskampagne im August/September 2013 wurde das Grabensystem des Burghügels und Teile der Innenbebauung der erst im Sommer 2013 durch Luftaufnahmen entdeckten Vorburg untersucht. Als wichtigste Resultate der Grabung sind der Nachweis von Steinarchitektur im Bereich der Vorburg, die Bestätigung der Mehrphasigkeit der Burganlage sowie die Auffindung und Bergung zahlreicher Funde aus Keramik, Metall, Knochen und Stein zu erwähnen. Durch das Fundmaterial kann die Burganlage ins Hochmittelalter datiert werden. Ebenfalls dokumentierte urnenfelderzeitliche Siedlungsschichten belegen die Nutzung des Platzes am Rande einer Altneckarniederung über 2000 Jahre vor Gründung der Burg.

 

Erzählcafé 2014

Auch in diesen Sommerferien soll ein Erzählcafé stattfinden. Dieses Jahr ist das Thema: Pfungstädter und ihre Hobbys. Drei Wochen lang, vom 4.-22. August, wird jeden Tag eine andere Person mit einem interessanten Hobby eingeladen. Die Anfangszeit haben wir aufgrund von Besucherwünschen verändert: Es ist entweder um 10 Uhr vormittags oder um 18 Uhr abends.