Interkulturelles Familienfest

Echo-Artikel vom 1.10.2013

Gutes Verstehen, besseres Miteinander
Großen Zuspruch fand das interkulturelle Familienfest, zu dem die Pfungstädter Kinder- und Jugendförderung ins alte E-Werk in die Brunnenstraße geladen hatte.

Großen Zuspruch fand das interkulturelle Familienfest, zu dem die Pfungstädter Kinder- und Jugendförderung ins alte E-Werk in die Brunnenstraße geladen hatte.

Mit mehr als 20 teilnehmenden Organisationen und Vereinen war das Familienfest weitaus größer als seine Vorgänger und damit auch kreisweit eine der größten Veranstaltungen in der gegenwärtigen interkulturellen Woche. Evi Gerbes, Leiterin der Kinder- und Jugendförderung, ist überwältigt von der großen Resonanz. „Wir vermuten, dass die Teilnehmer bei unseren früheren Festen gute Erfahrungen gemacht haben und daher auch dieses Jahr wieder dabei sein wollen“, erläutert sie. Ihr stimmt Abdassamad El Yazidi, der Vorsitzende des Marokkanischen Kulturvereins Pfungstadt, zu. „Wir haben beim vorigen Mal die vielfältige Pfungstädter Vereinslandschaft kennengelernt und machen dieses Mal aktiv mit unserer orientalischen Kindermodenschau mit“, erzählt er.

Während Evis Gerbes am Stand der Kinder- und Jugendförderung die internationalen Spezialitäten zum Verkosten aufbaut und die Landfrauen bereits Kaffee und Kuchen an die ersten Besucher ihres Landfrauencafés verkaufen, ist Museumsleiterin Marion Roth damit beschäftigt, den gemeinsamen Stand mit der Stadtbücherei zurechtzumachen. Sie hat ein spezielles Puzzle vorbereitet und mit besonderen Preisen ausgestattet und legt nun die Bücher zur Präsentation auf den Büchertisch. „Die Veranstaltung ist eine ideale Plattform, um die beiden Einrichtungen vorzustellen“, sagt sie.

Hans Schrenk von der Pfungstädter Freiwilligenagentur ist an diesem Tag ebenfalls mit einem Stand im E-Werk. „Wir wollen damit auf unser Angebot aufmerksam machen“, sagt er. Die Agentur habe bereits einen festen Stamm von 20 Freiwilligen, die in unterschiedlichen Projekten engagiert sind. „Wir wollen heute Kontakte zu unseren türkischen und marokkanischen Mitbürgern aufnehmen, um auch unter ihnen Freiwillige, zum Beispiel für den Einsatz bei der Hausaufgabenhilfe in türkischen oder marokkanischen Familien zu finden“, betont er.

Zur offiziellen Eröffnung ist der künftige Pfungstädter Bürgermeister Patrick Koch gekommen, der an diesem Tag den erkrankten Amtsinhaber Horst Baier (beide SPD) vertritt. „Pfungstadt ist eine bunte Stadt, das sieht man heute wieder“, erklärt er und verweist auf die mehr als 100 Nationen und Kulturen, die hier eine Heimat gefunden haben. „Es ist allemal besser, wenn man miteinander als übereinander spricht“, macht er deutlich.

„Wir wollen, dass sich hier die Menschen mit ihren unterschiedlichen Kulturen und ihrem unterschiedlichen Hintergrund besser verstehen, neue Bekanntschaften geschlossen werden und wir alle aufeinander neugierig werden“, erläutert Frank Schrödel von der Kinder- und Jugendförderung. Der begonnene Austausch könnte anschließend weiter vertieft werden und zu einer Bereicherung für die Stadt und ihre Gesellschaft werden.

Die Pfungstädter sind dieser Einladung sehr zahlreich gefolgt, denn von Beginn an war das E-Werk bis auf den letzten Platz besetzt. Unter den Gästen sind sowohl junge Familien mit ihren Kindern, aber auch ältere Mitbürger. Das Stadtmarketing hat bei den Vorbereitungen für die Bänke, Tische und die Bühne gesorgt, auf der im bunten Wechsel Vorführungen wie Tänze, die orientalische Modenschau und andere Beiträge zu sehen und zu hören sind. Im Jugendraum in der Kirchstraße wurde ein Bauchtanz-Workshop angeboten, darüber hinaus trafen sich dort auch verschiedene Gesprächskreise. Auch an den zahlreichen Ständen gab es Informationen und Angebote, wie das Henna-Tattoo bei der Ahmadiyya-Gemeinde. Vor der Halle stand ein Märchenzelt, in dem zur angegebenen Stunde internationale Märchen erzählt wurden.

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