Krieg, Wiederaufbau und Wirtschaftswunder

Am 1. Sonntag im März (3.) ist die Sonderausstellung des Stadtmuseums und des Museumsvereins in der Alte Remise, Rügnerstraße 35a, von 15 bis 17 Uhr zu sehen. Aufgrund des Eschollbrücker Umzugs am Fastnachtssonntag wurden aber Vortrag und Spaziergang auf den 10. März verschoben. Dann ist auch die Remise von 15 bis 17 Uhr geöffnet, und um 16.30 Uhr findet der Vortrag zu „Pfungstadt in den Jahren 1939 bis 1960“ statt. Anschließend beginnt die Rad- bzw. Autotour zu der Raststätte Ost, an der Wolfgang Roth vom Verein für Heimatgeschichte Eschollbrücken deren Geschichte in der heutigen Raststätte erläutert.

1939 war der Beginn des zweiten Weltkriegs, der auch in Pfungstadt geprägt war durch Lebensmittel- und Rohstoffknappheit, den Wehrpflichtigen weit weg, Zwangsarbeitern, Kriegsschäden, Verfolgung von jüdischen und anderen Mitbürgern. Am 24.3.1945 wurde Pfungstadt ohne Kampfhandlung besetzt, Ludwig Clemens lief den US-Truppen, die den Rhein bei Oppenheim überquert hatten, mit einer weißen Fahne entgegen und verhinderte so weiteres Blutvergießen.

Das US-Militär richtete in den Räumen des Pfungstädter Anzeigers die Redaktion und den Druck  von ihrer Zeitung „Stars and Stripes“ ein, bis sie 1949 nach Griesheim umzogen. Tony Vaccaro fotografierte in ganz Deutschland für diese Zeitung und so ist die Nachkriegswelt von Pfungstadt in seinen Werken zu sehen. Die ersten Wahlen fanden statt und die Kommunisten besetzten Schlüsselpositionen in der Politik. Nahrungs- und Heizmittel waren knapp, es wurde schwarz geschlachtet und Kinder schnorrten von den US-Soldaten Kaugummis, Schokoriegel oder Bananen.

Nach der Währungsreform gingen die industrielle Entwicklung und der allgemeine Wohlstand steil aufwärts. 1948 wird durch den O-Bus (Oberleitungsbus) endlich Pfungstadt besser an das Nahverkehrsnetz angeschlossen, der dann 1963 von einer normalen Buslinie ersetzt wurde. Die Bahn wird immer weniger eingesetzt und schließt 1955 für den Personenverkehr.

1947 wurde die GeWoBau gegründet, die im Süden der Stadt große Wohngebiete für viele Menschen erbaute. Weitere Baugebiete wurden im Norden geplant und bebaut. Durch die gestiegene Bevölkerungszahl war auch eine neue Schule notwendig und so baute man die Friedrich-Ebert-Schule mit einer Sport- und Kulturhalle sowie einem Kindergarten. Das Industriegebiet Ostendstraße entstand mit den Firmen Strecker, Brot-Weber, Gebrüder Hofmann und anderen. Durch den Neubau der Volksbank in der Borngasse wurde der alte Stadtkern unwiderruflich zerstört. durch den stärker werdenden Verkehr auf der Autobahn wurde der vorhandene Parkplatz zu einer beidseitigen Tank- und Raststätte ausgebaut. Der bekannte Darmstädter Architekt Ernst Neufert plante diese Anlagen und sie stehen heute beide unter Denkmalschutz.

Foto: Tony Vacarro: Obere Rheinstraße mit „Stars and Stripes“-Gebäude, Kreuzung Eberstädter-/Bahnhofstraße (Stadtarchiv Pfungstadt)

TONY VACCARO
Stars and stripes Büro
Pfungstadt 1948

Pfungstadt 1914 bis 1939

Vortrag und Spaziergang am 3. Februar 2019 um 16 Uhr

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Der erste Weltkrieg war auch in Pfungstadt geprägt durch Nationalismus, Kriegsanleihen, Versorgungs- und Rohstoffprobleme, Feldpost und Liebesgaben. Viele Pfungstädter zogen als Soldaten in den Krieg und 243 kamen nicht zurück. Danach lag Pfungstadt in der entmilitarisierten, neutralen Zone im Vorfeld der französischen Rheinlandbesetzung. 1919/20 entstand entlang der Akazien-Anlage die Mühlberg-Siedlung aus einfachen Häuschen. Die 20er Jahre waren auch für die Pfungstädter nicht einfach, Hungersnot und Inflation waren Kriegsfolgen.

Andererseits waren aber auch viele Vereine sehr aktiv, neue Vereinigungen wurden gegründet, Sportplätze angelegt, Schrebergärten angelegt, politische Gruppierungen waren aktiv. Arbeitslose trafen sich an Straßenkreuzungen; es kam zu heftigen Auseinandersetzungen zwischen Sozialdemokraten und Kommunisten gegen Nationalsozialisten. Nach der Machtergreifung 1933 wurde jede Opposition verfolgt und fast alle Gruppierungen gleichgeschaltet.  Viele, auch Kommunisten, schlossen sich der NSDAP an, andere wurden inhaftiert und kamen ins KZ Osthofen. Besonders eindringlich sind die Lebenserinnerungen von Heinrich Huxhorn, der seine Vernehmungen und das Geschehen allgemein in Pfungstadt sehr ausführlich beschreibt.

Die Häuser an der oberen Ringstraße wurden gebaut, als „Grünes Wohnen“ mit Vorgärten bekannt. Der Reichsarbeitsdienst zog ins Gelände der Ultramarinfabrik, das Ried wurde entwässert, die Autobahn gebaut. Auf dem Gelände war auch die „Befreiungshalle“, wo ab 1935 Aufmärsche und Propaganda-Reden abgehalten wurden. Straßen wurden umbenannt, die jetzige Lindenstraße, damals „Kaiserstraße“ wurde zur „Hitlerstraße“. Für Deutsche aus den Ostgebieten entstand die „Seeheimer Siedlung“, kleine Häuser mit großen Gärten, damals noch abgesetzt von der Stadt. Auch die Judenverfolgung mit der Reichspogromnacht 1938 hatte in Pfungstadt ihre Entsprechung: jüdische Geschäfts- und Privathäuser wurden demoliert, die Menschen misshandelt und die Synagoge verwüstet. Dazu ist auch die Ausstellung der Landesarbeitsgemeinschaft und Erinnerungsinitiativen der NS-Zeit in Hessen zu sehen.

Beim Spaziergang ab 16.30 Uhr werden wir Ring- und Mühlbergstraße sowie die ehemalige Synagoge und das historische Rathaus besichtigen.

 

Englisch in der Remise

On Friday, 11th January (6-8 p.m.) an English conversation group starts in the old garage of the former match-producing plant of Pfungstadt
(Alte Remise, Rügnerstr. 35a).In order to get the conversation going) Rebecca Bandy will speak about her journey from Mechanicsville, Virginia, USA to studying Mechanical Engineering in the University of Darmstadt, Dept. of Automotive Engineering, to working Goodyear in Hanau! There will be some finger foods and drinks – everyone is welcome to bring something along. Call 0178-2387 427 (M. Roth) for further information and registration.

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Pfungstadt vor dem 1. Weltkrieg

Auch an diesem ersten Sonntag im Monat (6.1.) ist die Sonderausstellung des Stadtmuseums „Bauen und Wohnen. Stadtentwicklung Pfungstadts“ in der Alten Remise, Rügnerstr. 35a von 15 bis 17 Uhr geöffnet. Schwerpunkt ist am Sonntag die Zeit von der Jahrhundertwende zum 1. Weltkrieg. Pfungstadt war damals ein „Fabrikstädtchen von ca. 7000 Einwohnern“ und brachte um 1901 mit dem E-Werk in der heutigen Brunnenstraße seine Wasser- und Stromversorgung auf den neuesten Stand. Beliefert wurde auch die 1908 von der Firma „Gg. Scherer und Gg. Finke, Architekten in Darmstadt“ gebaute Goetheschule mit Turnhalle und Hallenbad. Auch wurden neue Baugelände  (Lindenstraße und Umgebung) für die Bewohner ausgewiesen, die politisch und vereinsmäßig sehr aktiv waren. Auf einem Wiesengrundstück an der Wormser Straße hat sich seit 1892 ein alljährlich ausgetragener festlicher Zuchtvieh Verkaufsmarkt entwickelt, auf dem unter anderem auch die mit Zuchtpreisen ausgezeichneten Pfungstädter Ziegen in die ganze Welt verkauft wurden. Der Spaziergang um 16.30 Uhr wird am E-Werk vorbei zur Goetheschule und dem Hallenbad führen, das auch von innen zu besichtigen ist. Infos unter museum@pfungstadt.de oder 06157-988 1510
Bild 1 Goetheschule, Zeichnung
Bild 1: aus „Volksschul=Bauten von Gg. Scherer“, Nachlass Dr. Sommer, Denkmalschutzamt Darmstadt-Dieburg
Bild 2 Goetheschule Kirche Abends
Bild 2: Goetheschule, gemalt von Rainer Ohl, Acrylfarben auf Leinwand

 

Impressionen der Weihnachtsausstellung

Die Weihnachtsausstellung in der Säulenhalle des alten Rathauses war wieder sehr gut besucht und wurde sehr gelobt. Ein Kinderzimmer war zu sehen, stufenförmig waren viele schöne alte Spielzeuge aufgebaut, hinter dem eine Dampflok und eine E-Lok mit Oberleitung fuhren. Dazu gab es eine Dampfmaschine und einen Kaufladen, alles Dinge, mit denen Eltern und Großeltern zu Weihnachtszeit spielten. Im Museumscafé gab es dazu leckere Kuchen und Torten. In der Woche darauf wurde gleichzeitig die Ausstellung für Schulklassen und Kindergärten geöffnet. Hier durften die Kinder dann an vielen Stationen spielen und berichteten von ihren Zimmer. Wir danken noch einmal den vielen Helfern und Helferinnen, die beim Aufbau, der Dekoration, der Aufsicht, des Cafés geholfen oder uns Sammlungsstücke oder Kuchen zur Verfügung gestellt haben und wünschen allen eine schöne Weihnachtszeit!

 

Kinderzimmer zur Weihnachtszeit

Auch in diesem Jahr beteiligt sich der Museumsverein Pfungstadt e.V. und das Stadtmuseum am Pfungstädter Weihnachtsmarkt (3. Advent) mit der Ausstellung „Kinderzimmer zur Weihnachtszeit“ und einem Museumscafé in der Säulenhalle des historischen Rathauses. Kinderzimmer, wie wir sie heute kennen, gibt es noch nicht lange. In (groß-)bürgerlichen Haushalten, wo  Dienstmädchen und Erzieher angestellt waren, gab es schon seit dem 18 Jahrhundert eingerichtete Kinderzimmer, wo die Kinder mit Spielzeug lernen sollten, was man als Erwachsener braucht. Mit Zinnsoldaten wurden Kriegshandlungen nachgestellt, mit Puppenhäuser konnte man üben, einen großen Haushalt zu führen. Besonders in der Biedermeierzeit, in der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts, war die Frau, wenn man sich das leisten konnte, für Kirche, Küche, Kinder zuständig und das traute Heim war das Idealbild, wo brave Kinder zu Weihnachten auch viel Spielzeug als Geschenk erhielten. Für alle anderen gab es erst nach dem zweiten Weltkrieg ein eigenes Kinderzimmer, wie man in den Bauplänen der Häuser ersehen kann. Die Kinder schliefen vorher bei den Eltern oder alle zusammen in einer Schlafstube, das Spielen fand in der Küche oder draußen statt. Wo es bei den Großeltern noch etwas besonderes war, ein eigenes Bett zu haben, war bei den Eltern ein eigenes Zimmer nur selten vorhanden, was besonders während der Jugendzeit zu Konflikten führte. Heute hat jedes Kind einen Anspruch auf ein eigenes Zimmer, sobald es kein Säugling mehr ist. In der Ausstellung soll auf diesen Wandel eingegangen werden und es wird viel Spielzeug aus verschiedenen Epochen ausgestellt, das besonders zu Weihnachten wieder hervorgeholt wurde, damit die Kinder damit spielen konnten. Es gab dann neue Puppenkleider oder Teile zur Eisenbahn als Weihnachtsgeschenk, die oft selbst hergestellt wurden. Kaufen war die Ausnahme und nur in reicheren Familien möglich. In Pfungstadt gab es in den 20er Jahren die Firma Eimumö, die hochwertiges – und teures – Spielzeug herstellte, auch dies soll in der Ausstellung gezeigt werden. Weiterhin wird Spielzeug zu sehen sein, dass im Krieg oder von Kriegsheimkehrern hergestellt wurde, die damals ihre Familie damit ernährt haben, bis es wieder Arbeitsmöglichkeiten gab. Eine Modelleisenbahn wurde aufgebaut, eine Dampfmaschine ist im Einsatz sowie Puppenhäuser, ein Kaufladen und vieles mehr zum Ansehen und auch zum Bespielen. Am Samstag, 15.12. ist die Ausstellung von 14 bis 22 Uhr geöffnet, am Sonntag von 13 bis 20 Uhr, das Museumscafé ist jeweils von 14 bis 18 Uhr in Betrieb. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

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Pfungstadt 1889

Zur letzten Sonntagsöffnung der Sonderausstellung „Bauen und Wohnen – Stadtentwicklung Pfungstadts“ in diesem Jahr laden wir Sie am 2. Dezember in die Alte Remise in der Rügnerstraße 35a ein. Die Ausstellung selbst wird zwischen 15 und 17 Uhr geöffnet sein, besonderes Augenmerk wird an diesem Tag auf die Zeit zwischen 1870 und 1900 gelegt und um 16.30 Uhr machen wir uns dann zum Spaziergang auf und gehen in den Westen Pfungstadts. Wir beginnen mit dem Kriegerdenkmal, das für die Gefallenen des Krieges von 1870/71 vor der evangelischen Kirche errichtet wurde. Die Reparationszahlungen führten in ganz Deutschland zur Gründerzeit, auch in Pfungstadt. Firmen wurden gegründet, Fabriken gebaut und Straßenzüge mit Arbeiter- und Handwerkerhäuser entstanden (Fabrik-, verlängerte Kirchstraße). Daneben gab es gutbürgerliche oder gar herrschaftliche Häuser, wie die Villa Büchner und die Wohnhäuser der Brauerei. Gleichzeitig wurden Arbeiterorganisationen und wirtschaftliche Vereine gegründet, etwa der Landwirtschaftliche Darlehenskasse-Verein (spätere Volksbank), der Konsumverein 1875 sowie der Orts- oder Lokal-Gewerbeverein 1873, der zwei Jahre später eine Ausstellung für Industrie und Landwirtschaft durchführte. 1876 wurde der Turnplatz für den neu gegründeten Turnverein an der Rügnerstraße eingeweiht und auch die Lessingschule und die Höhere Bürgerschule eingerichtet, 1892 gründete der Brauereibesitzer Ulrich den Ziegenzuchtverein. Pfungstadts rasche Entwicklung war auch der Grund für den Bau des Bahnhofs 1886, der Kreisstraße Pfungstadt-Griesheim und der Verleihung der Stadtrechte. Wirtschaftlich und auch gesellschaftlich war es eine sehr aktive und spannende Zeit und sie ist noch im Wohnungs- und Industriebau sichtbar. Der Spaziergang beginnt wegen der frühen Dunkelheit schon um 16.30 Uhr, es können auch Fahrräder mitgenommen werden

Pfungstadt 1836

Die Entwicklung der Stadt Pfungstadt in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts ist das Thema am Sonntag, 4. November, in der alten Remise, Rügnerstraße 35a, im Rahmen der Ausstellung „Bauen und Wohnen“.
Durch die Erfindung der Dampfmaschine begann die frühe Industrialisierung auch in Pfungstadt. Dort gab es an der Modau viele Mühlen, die mit Transmissionen (Riemengetrieben) ausgestattet wurden. Später zogen dort auch andere Fabriken ein und neue Industriegelände entstanden. Pfungstadt wurde aufgrund der vielen Schornsteine als „Klein-Manchester“ bezeichnet. In den Fabriken arbeiteten viele Menschen und für sie entstand ein neues Baugebiet im Norden um die Sandstraße. Die Arbeiterhäuser dort wurden mit Backsteinen aus den hiesigen Ziegeleien erbaut. Die Fabrikbesitzer bauten sich schöne Villen im klassizistischen Stil, von denen noch einige vorhanden sind. Der wirtschaftliche Aufschwung führte auch zum Bau von öffentlichen Gebäuden, die Mädchen und die Borngass-Schule, das Pfarrhaus und die Synagoge sind Beispiele dafür.  Auch das Zentrum verlagerte sich nach Norden auf die Eberstädter Straße (Bild: Rainer Ohl).
Die Ausstellung wird von 15 bis 17 Uhr geöffnet sein, es gibt Kaffee und Kuchen und um 17 Uhr findet ein Spaziergang zu den Gebäuden dieser interessanten Epoche statt.
Bild12ObereEberstädterStraße

„Kunststoff bewegt“ in Pfungstadt

Zur zweiten Woche der Kunststoffstraße des Landkreises Darmstadt-Dieburg vom 20. bis 28. Oktober 2018 stellt das Stadtmuseum Pfungstadt ihre neue Dauerausstellung in der Remise, Rügnerstraße 35a, vor. Celluloid/Zelluloid war seit dem 19. Jahrhundert das Material, dass das teure Schildpatt und Horn ablöste und so aus Luxusartikeln Produkte für jedermann machten. Im Landkreis Darmstadt-Dieburg war ein Schwerpunkt der Produktion und hier besonders auch Pfungstadt. In der Fleischmühle wurde von der Firma Gräf und Co. Kämme, Füllhalter u.a. hergestellt, in der Hahnmühle produzierte die Hess. Celluloid- und Holzwarenfabrik GmbH ab 1919 Schirmgriffe, Kleiderbügel, Baubeschläge u.v.m.. Die dritte große Fabrik war die „HASO“, Hassenzahl und Söhne, die auf ihrem Gelände in der Seilerstraße Teile für Rasenmäher und Toaster per gossen. auch heute sind in Pfungstadt drei Firmen in der Kunststoffverarbeitung tätig, die Ausstellung zeigt die Entwicklung von damals bis heute anhand von Werkzeug, Arbeitsplätzen und Produktion. Sie ist immer am ersten Sonntag im Monat von 15 bis 17 Uhr sowie jedem Mittwoch von 10 bis 12 Uhr geöffnet, in der Kunststoffwoche auch am Sonntag, 21. Oktober von 15 bis 17 Uhr sowie am Dienstag, 23. Oktober, von 18 bis 19.30 Uhr mit einer Führung um 18.30 Uhr, danach findet im Saalbaukino eine Kinoführung zum Thema Kunststoff statt. Hier geht es vor allem Dingen um das Material, aus dem die Filme früher und heute sind und – die Buchstaben aus Kunststoff, die auch heute noch auf die gerade laufenden Filme hinweisen. Sie neu zu beschaffen, kostete viel Mühe und Geld, Karlheinz Wembacher wird uns darüber berichten….

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Circus im Nationalsozialismus

Am Donnerstag, 04.10.2018 gastierte die Projektgruppe „CiNS“ im historischen Rathaus in Pfungstadt . Dort zeigten sie ihre Ausstellung „Circus.Freiheit.Gleichschaltung.“ über das Thema „Circus im Nationalsozialismus“ und anschließend ihre gleichnamige szenische Lesung über das Leben der verfolgten, jüdischen Circusartistin Irene Bento. Irene Bento kommt aus Eschollbrücken/Pfungstadt und wurde im zweiten Weltkrieg vom Circus Adolf Althoff versteckt. So konnte sie mit einem Teil ihrer Familie den Holocaust überleben. Besonders schön war es, dass eine Tochter von Irene Bento, Mary Storms, kam und für Fragen zur Verfügung stand. Direkt im Anschluss las Esther Bejarano aus ihrem Buch „Vom Mädchenorchester zur Rapband gegen Rechts“ und trat zusammen mit der Microphone Mafia auf. Es war eine sehr gelungene Veranstaltung, die gleichzeitig berührte und mitriss!

Die Ausstellung ist für die Woche vom 8. bis 12. Oktober zu einer Sonderöffnung im Museum in der Borngasse 7 zu sehen, geöffnet am Donnerstag von 15 bis 18 Uhr und nach Vereinbarung: 06157-988-1510.