Impressionen aus der Landwirtschaft

Zur Zeit können Impressionen der Pfungstädter Landwirtschaft im Museum besichtigt werden. Passend zum Erzählcafé sind Exponate zur Landbestellung, der Milch und Butterproduktion, sowie vom Korn zum Mehl, die vor 60/70 Jahren Alltag waren, ausgestellt. Mitglieder des Museumsvereins trugen die ausgestellten Exponate zusammen. Rainer Ohl steuerte passende Bilder dazu bei, Thomas Pfeifer verdanken wir die Sammlung der Traktoren- und Landmaschinenprospekte aus den dieser Zeit.

Zündholz-Erzählcafé

 

Am 27.7.17  zog das Erzählcafé vom Museum in die Remise. Grund war  das Thema Zündholzfabrikation.

Adolf Hake begrüßte  eine interessierte Runde, besonders Frau Gertrud Höhenberger. Sie war ein Leben lang verbunden mit der Fabrikation und der Familie Büttel. Die Remise ist der Rest der Fabrikanlage, sie war Pferdestall und Wagenhalle. Sie sollte als Kulturstätte an die große Werksanlage erinnern. Der Bauverein ließ sie hierfür umbauen. Der Museumsverein und das Museum dürfen sie kulturell nutzen. Zahlreiche sehenswerte Ausstellungen haben hier stattgefunden. Frau Höhenberger konnte viel erzählen über die Entwicklung der Zündholzherstellung, ebenso über die Spankorb-Produktion, die einen eigenen Pappelwald hatte.

Viele Pfungstädter fanden hier Arbeit und Brot, auch die Kinderarbeit wurde erwähnt. Eine Dame erzählte aus ihrer Kindheit, wie sie ihre Mutter am Werkstor abholte, die Arbeitszeit war von 6 Uhr früh bis 18,00 Uhr. Der Stundenlohn lag bei 2,29 RM. Auch Rainer Ohl erinnert sich noch gut an die Anlage zwischen Rügner Straße und Eberstädter Straße. Bedauert wurde, dass nach Aufgabe der Produktion  dieses Gelände nicht städtebaulich besser entwickelt wurde.

Zündholzsteuer, Weltholzkartell, Monopol, Weltwirtschaftskrise, zwei Weltkriege forderten immer wieder neue Entscheidungen von den Fabrikanten. Bis Ende 1960 liefen für die Firma Büttel, die letzte Zündholzfabrik in Pfungstadt, die zugeteilten Aufträge der Monopolgesellschaft.

Museumsleiterin Marion Roth berichtete, dass im Herbst nochmals eine Zündholzausstellung hier in der Remise vorbereitet wird. Hierfür haben sich schon viele Interessenten angesagt. (A. Hake)

Zündholzfabrik Büttel

Als Vorgriff auf die diesjährige Ausstellung (Eröffnung 8.10.) in der Remise wurde dieser Termin schon dort abgehalten. Frau Höhenberger, ehemalige Mitarbeiterin, konnte sehr anschaulich erzählen und auch erklären, wie die Zündhölzer und Spankörbe hergestellt wurden, wie das mit dem Monopol und der Zündholzsteuer war, warum 1972 die Firma aufgeben musste u.v.m.

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Letzte Woche Erzählcafé

Heute, Freitag, wird es auf den Müllberg und ins Moor gehen, wir treffen uns um 16 Uhr im Hof des Museums und fahren mit den Fahrrädern hin. Wer nicht mit dem Fahrrad kommen möchte, kann sich auch am Parkplatz des Naturfreundehauses einfinden.

In der letzten Woche des Sommer-Erzählcafés berichtet ein Mit-Ausgräber am Montag, 24.7., um 16 Uhr, von der Villa Rustica, eine römische Villa, die von Valentin Liebig und seinen Mitstreitern in den 70er Jahren ausgegraben wurde. Hier wird ein kleiner Rundumschlag zu unserer vor- und frühgeschichtlichen Abteilung gemacht.
Am Dienstag wird Butter gemacht und der Weg der Milch früher und heute erläutert, am Mittwoch Waffeln aus selbstgeschrotetem Weizen gemacht – hier werden Getreidesorten und -verarbeitungen besprochen, jeweils um 10 Uhr und das besonders für Kinder. Am Donnerstag (27.7.) um 16 Uhr, wird wieder eine alte Pfungstädter Firma vorgestellt, hier die Büttelsche Streichholzfabrik, dazu sind, wie immer besonders die ehemaligen Mitarbeiter eingeladen, um über die Geschichte der Firmen Neues zu erfahren. Dieser Termin findet ausnahmsweise in der Remise, Rügnerstr. 35a, statt, wo sich die Firma bestand und Fahrzeuge der Firma untergestellt wurden. Am Freitag ist der Treffpunkt wieder im Stadtmuseum, Borngasse 7, wo die Radtour zum jüdischen Friedhof in Alsbach ansteht und viele Pfungstädter Juden begraben sind. Es geht schon um 15 Uhr los, Nicht-Radfahrer können sich auch um 15.30 Uhr am Friedhof in Alsbach direkt einfinden.
Hier noch ein Bild vom Molkerei-Vortrag:
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