Sommer-Erzählcafé 2017

Jetzt schon zum 5. Mal veranstalten wir das Sommer-Erzählcafé, dieses Mal unter dem Titel „Dehoam“ . Drei Wochen lang wird an jedem (Werk-)Tag ein anderes Thema erörtert. Montags stellen wir Sammler vor: Am 10.7. um 16 Uhr besuchen wir eine Waagen-Sammlung. Von der Opium- zur römischen Schnellwaagen gibt es aus verschiedenen Ländern und unterschiedlichen Zeiten alles zu bestaunen. Treffpunkt ist hier 16 Uhr am Museum, man kann aber auch direkt hinfahren. Am 24.7. kommt Biggi Schröder, Vorstandsmitglied von terraplana, die Scherben aus der Frühgeschichte Hessens sammelt und bewahrt. Am 17.7. geht es um 14 Uhr wieder in die Malzfabrik und auf den Malzturm! Dienstags und Mittwochs gibt es Aktionen besonders für Kinder, Erwachsene sind natürlich auch willkommen. Am 11.7. kommt ein Pfungstädter Indianer, der in seiner Freizeit das Leben der Irokesen im 19. Jahrhundert nachempfindet, am 12. gibt es eine Rallye durch das Museum, am 18. werden wir uns um die Tiere im Museum kümmern, am 19. spielen wir Schule früher, mit Gänsekiel und Tinte, am 25. werden wir Butter machen und am 26. unseren eigenen Brei schroten und kochen. Wir möchten dabei immer erörtern, wie war es früher, wie ist es heute.

Wie auch in den vergangenen Jahren wollen wir mit Heinz Büttel als Fachmann für Firmen und Geschäfte in Pfungstadt uns diese vornehmen: am 13.7. die HASO, am 20. auf vielfachen Wunsch noch einmal die Molkerei und am 27. die Büttelsche Streichholzfabrik. Der letzte Termin – wie alle anderen um 16 Uhr – findet in der Remise der ehemaligen Fabrik, Rügnerstraße 35a statt.

Am Freitags gibt es wieder Aktionen außerhalb des Museums: am 14.7. am Bärsbrunnen, der Dank des Museumsvereins wieder Wasser führt. Wir wollen diese „Gute Stube“ Pfungstadts erkunden, wie sah es da früher aus, was war dort alles passiert. Am 21. gibt es eine Fahrradtour ins Moor und auf den Monte Scherbelino und am 28. ist eine weitere Radtour zum Alsbacher Friedhof geplant, wo auch viele jüdische Pfungstädter begraben wurden. Treffpunkt ist immer im Museumshof um 16 Uhr.

Montag, 16 Uhr, Sammlungen Dienstag, 10 Uhr, bes. für Kinder Mittwoch, 10 Uhr, bes. für Kinder Donnerstag, 16 Uhr: Firmen Freitag: Aktion!
10.7. Waagen-Sammlung 11.7. Indianer in Hessen – ein Hobbyist kommt…. 12.7. Museum entdecken 13.7. die HASO 14.7., 16 Uhr Gute Stube von Pfungstadt: Bärsbrunnen und Rathausbesteigung
17.7., 14 Uhr Malzturmbesteigung 18.7.Tiere im Museum 19.7.Schule früher 20.7. Molkerei 21.7., 16.00 Uhr Radtour ins Moor und auf den Müllberg
24.7. Scherben aus der Frühzeit von Hessen 25.7. Milch und Butter – früher und heute 26.7. Mühle und Getreide 27.7. Büttelsche Streichholzfabrik 28.7, 16 Uhr: Radtour zum Alsbacher Friedhof

100 Jahre Valentin Liebig

Gestern, am Sonntag, 11.6., wurde das neue Buch „Aus den Stationen meines Lebens“ vorgestellt, dass Renate Dreesen als Vorsitzende des Arbeitskreises Ehemalige Synagoge herausgegeben hat. Valentin Liebig, der am 27.7.2017 100 Jahre alt geworden wäre und das Stadtmuseum nicht nur initiiert und lange Jahre dessen Leiter war, sondern auch in den 70er Jahre die Exponate für die Vor- und Frühgeschichte ausgegraben und erforscht hat. Zusammen mit Karl Hechler betrieb er lange Jahre mit Herzblut die Erforschung der Pfungstädter Geschichte und hat dazu auch viel veröffentlicht.

Die Lebenserinnerungen können auch im Museum zu 10 Euro erworben werden.

 

liebigbuch

Ausflug Museumsverein

Gestern machte unser Verein bei bestem Wetter einen sehr schönen Ausflug ins Ried. Zuerst besichtigten wir das Gelände und das Museum des Philippshospitals. Dank seiner langen Geschichte – die ersten Gebäude waren schon im 13. Jahrhundert, unter Philipp dem Gutmütigen wurde es als Irrenanstalt im 16. Jahrhundert eingerichtet, um 1900 die meisten heutigen Gebäude erbaut – ist es ein einmaliges Museum in einer schönen Umgebung. Herr Isler konnte uns als ehemaliger Betriebsleiter interessant führen und alle Fragen beantworten. Weiter ging es dann zum Dorf- und Heimatmuseum Wolfskehlen, wo wir gastfreundlich empfangen wurden und uns die liebevoll eingerichteten Räumen ansahen. Der Abschluss fand auf der Terrasse des Restaurants am Sportplatz statt.

Finissage „Pfungstädter Kinos“

Am Sonntag, 21.5., findet unser Ausstellungsende im Rahmen des Internationalen Museumstages statt. Ab 10.30 Uhr können alle zum letzten Mal die Geschichte der drei Pfungstädter Kinos erfahren und mit Programmheften und vielen Bildern der Filme der 50er und 60er Jahre – hauptsächlich aus Hollywood – gedenken. Um 11 und 15 Uhr wird Dieter Stetter als vormaliger Filmvorführer erzählen, wie die Kinotechnik damals funktionierte. Um 14 und 16 Uhr ist eine gemeinsamer Gang – ca. 5 Minuten – zur Besichtigung des Fernsehmuseum in der Sandstraße von Liam O’Hainnin geplant, das die Entwicklung der Radio-, Fernseh- und Filmgeräte seit ihrer Entstehung veranschaulicht. Liam ist ein Sammler und Fachmann in diesem Gebiet und wir uns durch die Ausstellung führen und natürlich Fragen beantworten. Ab 17 Uhr wird das Ende der sehr erfolgreichen Ausstellung mit Erdbeerbowle und Käseigel gefeiert!

Hände und Arbeit

Bei wunderschönem Wetter konnten wir viele Menschen begrüßen, die den Weg durch die Oldtimer-Ausstellung und die Frisch und Lecker-Stände auf dem Gelände der Pfungstädter Brauerei zu uns fanden. Die Eröffnung wurde von der Stadtverordnetenvorsteherin Birgit Scheibe-Edelmann vorgenommen, die die Anwenden herzlich begrüßte. Heike Germann, die Lehrerin des Kunst-Leistungskurses an der Friedrich-Ebert-Schule beschrieb den Werdegang der Ausstellung. Die 13 Schüler und Schülerinnen gestalteten Inhalt und Form weitgehend selbstständig und konnten so stolz auf die sehr gelungene Ausstellung blicken. Naftalene aus Indonesien füllte als „Rahmenprogramm“ die historische Halle mit ihrer Gitarre und einer tollen Stimme. Vielen Dank dafür! Hier ein paar Impressionen:

Vortrags-Nachlese

Impressionen vom Vortrag der Archäologin Miriam Steinborn am Donnerstag über die Standortfaktoren der Klöster. Sie erörterte anhand vier Beispiele, welche Faktoren wichtig waren und wie sie bewirkten, dass diese Klöster, meist nach nur einigen Jahren, umzogen. Beim Kloster Lorsch war das Prestige der ausschlaggebende Faktor. 765 bekam das Kloster von Papst Paul I.  die Gebeine des Heiligen Nazarius und erlangte durch diese Reliquien ein Prestige, dass einen neuen Bau mit sich zog. Wir bedanken uns bei dem Verein Terraplana für die gute Zusammenarbeit und freuen uns auf den nächsten Vortrag am 27.6. von Kai Jan Kutscher über jüdische Händler in Pfungstadt.