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Stadtmarketing Pfungstadt

Fernseh GmbH und Leo Pohl

Leo heißt die neue Sporthalle in Pfungstadt in der Mainstraße. Sie wurde nach Leo Pohl benannt, ein Pfungstädter Leichtathlet, der 1956 in Melbourne bei den Olympischen Spielen Bronze im Staffellauf gewann. Warum heißt die Sporthalle in Pfungstadt Leo?
Aber nicht nur sportlich war er von Bedeutung, sondern auch seine Tätigkeit für die Fernseh GmbH in Darmstadt und international war sehr interessant. Daher wurde 2016 eine Ausstellung zu Leo Pohl im Stadtmuseum Pfungstadt kuratiert, die auch seine Indonesien-Sammlung mit einbezog.
Am Sonntag, 1. März, soll von 15 bis 17 Uhr ist die Ausstellung „90 Jahre Fernsehen“ in der Remise geöffnet, um 15.30 Uhr ist ein Vortrag zur Fernseh GmbH und Leo Pohl mit einer anschließenden Führung nicht nur durch die Ausstellung, sondern auch durch die Sammlung von Liam O’Hainnin, der das Farvis-Fernseh-Museum in der Nähe aufgebaut hat und dafür international tätig ist.

Warum heißt die Sporthalle in Pfungstadt Leo?

Die neue Sporthalle in Pfungstadt, die in der Mainstraße gegenüber der Friedrich-Ebert-Schule zu finden ist, wurde im August 2019 eröffnet und ist nach Leonhard – Leo – Pohl benannt.

Leo Pohl wurde am 18. Juli 1929 in Allenstein im damaligen Ostpreußen geboren. Seine älteste Schwester hatte eine Brieffreundschaft zu einem Pfungstädter. Dieser Brieffreund verstarb im Zweiten Weltkrieg, seine Familie jedoch setzte sich für die Familie Pohl ein, dass diese ab 1945 eine neue Heimat in Pfungstadt fand.

Leo Pohl war schon immer sportlich und spielte in Pfungstadt zunächst beim TSV Eschollbrücken/Eich Fußball. Dort fiel er als besonders schneller Stürmer auf und man konnte ihn als Läufer für den TSV Pfungstadt gewinnen. In seiner sportlichen Laufbahn wurde er u. a. zweimal süddeutscher und 17-mal hessischer Meister und bereits 1952 sollte er an den Olympischen Spielen in Helsinki teilnehmen. Da er damals allerdings als noch zu jung und unerfahren in internationalen Wettkämpfen galt, wurde er letztendlich nicht für den Leichtathletik-Kader nominiert.

Vier Jahre später durfte Leo Pohl dann an den Olympischen Spielen 1956 in Melbourne teilnehmen und kehrte mit einer Bronze-Medaille nach Pfungstadt zurück: Zusammen mit Lothar Knörzer, Heinz Fütterer und Manfred Germar lief Leo Pohl in der 4-mal-100-Meter-Staffel nach 40,3 Sekunden hinter den USA und der damaligen Sowjetunion ins Ziel ein.

Über seinen Sieg sagte Leo Pohl: „Unsere Freude über die Bronze-Medaille war unbeschreiblich groß. Als wir zu Beginn der Wettbewerbe in die Arena geführt wurden, vorbei an dem Siegerpodest, da dachte ich: Schön wäre es ja. Und dann wurde es tatsächlich wahr: Ich stand auf dem Treppchen. Als die Namen der Medaillengewinner aufgerufen wurden, lief es mir eiskalt den Rücken hinunter.”

Die neue Sporthalle wurde also nach einem bekannten Pfungstädter Sportler benannt, der bei dem größten sportlichen Ereignis der Welt eine Bronze-Medaille gewonnen hat.

1959 beendete Leo Pohl seine sportliche Laufbahn, war aber ab diesem Zeitpunkt beruflich weiterhin viel auf Reisen und blieb den Olympischen Spielen treu. Seit 1952 war Leo Pohl bei der Fernseh GmbH in Darmstadt tätig, ab den 1960er Jahren war er Leiter der Service-Abteilung. Bei den Olympischen Spielen 1964 in Tokio wurde Technik der Fernseh GmbH eingesetzt, um die Wettkämpfe in andere europäische Länder zu übertragen. 1972 wurde die Fernseh GmbH umfirmiert in Robert Bosch Fernsehanlagen GmbH und lieferte zu den Olympischen Spielen in München 120 Kameras, 24 Übertragungswagen und 12 komplette Fernsehstudios. Leo Pohl war damals als Technischer Leiter maßgeblich dafür verantwortlich, dass die weltweite Übertragung der Spiele ermöglicht wurde.

Mit der Fernseh GmbH brachte Leo Pohl aber auch moderne Fernsehtechnik in andere Länder. In Indonesien wurde beispielsweise 1970 ein Fernseh-Lehrstudio eingerichtet, in dem Leo Pohl Techniker ausbildete.

Vielen Pfungstädter sind Leo Pohl und seine Ehefrau Christa als langjährige Mitglieder des Museumsverein Pfungstadt e. V. (jetzt Heimat- und Museumsverein Pfungstadt 1948 e. V.) bekannt. Seit 1995 begleiteten beide viele Ausstellungen und waren geschätzte Mitglieder. Das Stadtmuseum Pfungstadt widmete ihm 2015 eine Ausstellung, in der auf sein Leben, seine sportliche Laufbahn, seine Arbeit bei der Fernseh GmbH und seine indonesische Sammlung eingegangen wurde. Eine Broschüre wurde herausgegeben, die hier runtergeladen werden kann.

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Leo Pohl ist am 23. April 2014 im Alter vom 84 Jahren verstorben. Mit der Sporthalle Leo werden sich nun jedoch noch die nachfolgenden Generationen an Leo Pohl erinnern können.

Danke Leo!

Zocken im Museum….

Die Geschichte der Videospiele ist Thema in der Alten Remise in Pfungstadt. Am Sonntag, 2.2., wird während der Öffnung der Sonderausstellung „90 Jahre Fernsehen“ von 15 bis 17 Uhr über die Entwicklung des Videospiels von den 1950er bis 90er Jahre berichtet und anschließend können die alten Spiele ausprobiert werden! Dazu gibt es Kaffee und Kuchen!
Axel Paap und Liam O’Hainnin beim Spielen… (Foto: Dieter Stetter)
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Das Fernsehprogramm der 60-er Jahre und der Blaue Bock in Pfungstadt

Die 60-er Jahre waren eine spannende Zeit in der Fernsehgeschichte. Immer mehr Menschen konnten es sich leisten, ein Gerät zu kaufen oder gingen in die verschiedenen Gaststätten, um dort gemeinsam zu schauen. 1963 strahlte das ZDF sein Programm aus und der „Blaue Bock“ kam nach Pfungstadt in die Kulturhalle, ein Jahr später die dritten Programme. Am Ende des Jahrzehnts wurde das Programm farbig und das wurde auch durch die Technik der Fernseh GmbH aus Darmstadt ermöglicht, die das PAL-System mit entwickelt hatte und die Studioeinrichtungen sowie die Übertragungswagen herstellte. Fernsehkameras, Übertragungstechnik und natürlich auch Fernseher aus dieser Zeit sind in in der Sonderausstellung „90 Jahre Fernsehen“ in der Alten Remise, Rügnerstraße 35a, zu betrachten. Im Vortrag um 15.30 Uhr zum Fernsehprogramm der 60-er Jahre soll auch darauf eingegangen werden, geöffnet ist die Ausstellung am Sonntag, 5.1.2020 von 15 bis 17 Uhr, Kaffee und Kuchen werden dazu angeboten.

Hier ein Farbfernseher von 1967 (Foto: Dieter Stetter):

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Fernsehprogramm der 50er Jahre

Die Sonntagsöffnung der Sonderausstellung „90 Jahre Fernsehen“ des Stadtmuseums hat im Dezember das Thema „Frühe Fernseherlebnisse: die 50er Jahre“. Fernseher wurden schon ab 1929 produziert, aber erst 1952 gab es ein Fernsehprogramm in Deutschland. In einem kurzen Vortrag soll auf die Meilensteine der ersten Jahre eingegangen werden, die Einführung der Tagesschau, Peter Frankenfeld, Hans Joachim Kuhlenkampf, Chris Howland, Willy Millowitsch, aber auch die Situation in Pfungstadt dargestellt werden. Wo konnte man damals in Pfungstadt fernsehen, an was erinnert man sich? Welche Fernseher wurden damals hergestellt und wie sahen die Kameras und die dazugehörige Technik aus? Dazu gibt es ganz klassisch Frankfurter Kranz und andere Kuchenspezialitäten aus der Zeit passend zum handgefilterten Bohnenkaffee! Wir freuen uns auf Ihren Besuch in der Remise, Rügnerstraße 45a, Pfungstadt am 1.12.2019 von 15 bis 17 Uhr.

Bild: Blaupunkt-Fernseher von 1951, damals für 1595 DM zu kaufen, gefertigt in Darmstadt bei der Fernseh GmbH (Bild: Dieter Stetter)

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Fernsehtechnik live und was steckt dahinter?

Im Rahmen unserer Ausstellung „90 Jahre Fernsehen“ soll an diesem ersten Sonntag im November (3.11.) die Fernsehtechnik theoretisch und praktisch betrachtet werden.

Der in Pfungstadt aufgewachsene Peter Sturm ist Ingenieur der Nachrichtentechnik und Dozent für Elektrotechnik. Für das Fernmeldetechnikzentrum war er lange Jahre im In- und Ausland tätig und ist privat als Funktamateur aktiv. Er wird einen Kurzvortrag zum Thema Fernsehsignale halten. Darin geht es darum, wie Bild und Ton zum Fernsehempfänger gelangen – und wie sich das im Laufe der letzten 90 Jahre geändert hat.

Danach wird Axel Paap einen Fernseher aus den 50er Jahren auseinandernehmen. Paap ist Mitgestalter der Sonderausstellung in der Alten Remise und hat viele Exponate beigesteuert. Durch seine langjährige Erfahrung als Fernsehmechaniker und sein Erfindungsreichtum kann er auch die ältesten Fernseher auseinander- und zusammensetzen. Wichtig sind hier auch seine Kontakte in alle Welt und die Kenntnisse, wo man die heute nicht mehr produzierten Ersatzteile beziehen kann. Zur Not nimmt er auch mal die einzelnen Bauteile auseinander und baut neue Kondensatoren und Widerstände ein. An diesem Sonntag will er einen Fernseher aus den 70er Jahren reparieren. Dabei kann ihm über die Schulter geschaut werden. (Rügnerstraße 45a, Eingang über Eberstädter Straße 50, Info: 988 1510).

Vorschau: Drei Wochen später (24.11.) wird die Remise außer der Reihe noch einmal zum Thema „Hessentagsumzug in Pfungstadt 1973“ geöffnet.

Hier Axel Paap, einmal vor der Kamera…. (Foto: Rainer Ohl)

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Artikel im Darmstädter Echo

Hier der Link zu dem Artikel, der am Montag, 7.10.,  leider erst nach der Öffnung am Sonntag, erschien, aber uns trotzdem sehr erfreut hat:

Fernsehgeschichte in Pfungstadt

hier noch der Link zu dem Artikel im Juni:

„Universum“ für Fernseh-Museum

und die HR-Sendung „Herrliches Hessen“, wo das Fernseh-Museum vertreten ist….

HR-Fernsehen Herrliches Hessen

Pfungstädter im Film

Zur Ausstellungsöffnung am 1. Sonntag im Monat wollen wir am 6. Oktober beleuchten, welche Pfungstädter schon bei Film und Fernsehen tätig waren. Schauspieler, Oscar-Preisträger und Requisiten-Ausstatter wohnen in oder kommen aus Pfungstadt, darüber wollen wir berichten und freuen uns über Besucher, die vielleicht auch noch weitere Pfungstädter kennen, die im Filmgeschäft sind oder waren. Die Ausstellung ist von 15 bis 17 Uhr in der Alten Remise, Rügnerstraße 35a, in Pfungstadt geöffnet.

Bild unten: Der Pfungstädter Schauspieler Hans-Joachim Heist alias Gernot Hassknecht bei der Ausstellungseröffnung mit einer Kamera der Fernseh GmbH (Foto: Liam O’Hainnin)

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Blauer Bock 1963 und Hessentag 1973

Am Kerbsamstag und -sonntag (7.+8.9.) zeigen wir im Rahmen unserer Sonderausstellung „90 Jahre Fernsehen“ in der Alten Remise, Rügnerstraße 35a, den Vorfilm zum Blauen Bock 1963. Otto Höpfner besucht Pfungstadt, man sieht das Rathaus und das Zentrum sowie den Malzturm, der damals noch aus zwei einzelnen Türmen besteht und besonders den Rasthof, dessen Gästebuch begutachtet wird – von 1963. Weiterhin wird der Umzug vom Hessentag 1973 gezeigt, aufgenommen vor dem Stadthaus in der Kirchstraße – da werden viele Erinnerungen wach. Dazu gibt es Kerbkuchen und Kaffee! Wir freuen uns auf Ihren Besuch!

 

Kerb und Fernseh-Ausstellung

Zur Pfungstädter Kerb machen wir wieder als Fußgruppe beim Umzug am Freitag mit, um auf unsere neu eröffnete Ausstellung „90 Jahre Fernsehen“ hinzuweisen. Am Kerbsamstag und -sonntag, 7./8. September, ist die Ausstellung von 14 bis 18 Uhr geöffnet und man kann Kaffee trinken und Kuchen essen. Wir freuen uns auf Ihren Besuch!