Exponat des Monats Januar 2015: Zirkuszimmer

In diesem Monat gibt es nicht nur ein einzelnes Exponat, das wir Ihnen empfehlen möchten, sondern viele verschiedene der Zirkus-Familie Lorch.

2014 zeigten wir als Sonderausstellung die vielen Erinnerungen, Kostüme, Utensilien und Bilder der Zirkus-Familie. Da diese Exponate zu Schade zum wieder wegräumen waren, haben wir einige in ein eigens dafür frei geräumtes Zimmer umgezogen und zeigen diese schon seit Herbst letzten Jahres als Dauerausstellung.

Als schauen Sie doch mal bei uns vorbei, wir freuen uns auf Ihren Besuch!

Kerbsonntag

Am  Sonntag war im  Museum einiges los: Das neue Zirkuszimmer wurde eröffnet, Mary und Jano Bento Storms waren auch da und machten es gleich viel lebendiger! Dann kamen  Marvin und Zeno (siehe Bilder), die ihre Gitarren mitbrachten und – auch – eigene Lieder zum Besten gaben. Anschließend kamen der Partnerschaftsverein mit den Engländern, die sich sehr für unser Museum und besonders für die „1. Weltkrieg in Pfungstadt“-Ausstellung interessierten. Vielen  Dank an alle Beteiligte! Der Nachteil war nur, dass ich nicht dazu gekommen bin, Bilder zu machen …. Alex hat gefehlt …..IMG_20140914_155312IMG_20140914_155427

Museum am Kerb-Sonntag 14.09.2014 geöffnet

In einigen Tagen ist es wieder soweit: Die Pungschter Kerb ist doa!

Von 12. bis 14. September 2014 öffnet die Pfungstädter Straßenkerb seine Pforten und wie immer gibt es viel zu sehen und zu erleben. Auch das Pfungstädter Museum ist am kommenden Sonntag von 15 bis 18 Uhr geöffnet.

Als ganz besonderes Highlight wird das neue Zirkus-Zimmer offiziell eröffnet, das ab sofort eine dauerhafte Ausstellung sein wird. Zwar sind die Exponate nicht so zahlreich wie bei der Sonderausstellung Zirkus, aber dennoch lohnt sich ein Besuch und Sie werden begeistert sein.

Für ausländische Gäste bieten wir bei unserer aktuellen Ausstellung Erster Weltkrieg in Pfungstadt eine English guided tour ab 16 Uhr an. An einer deutschen Führung können Sie gerne ab 17 Uhr teilnehmen.

Wie immer freuen wir uns auf Ihr Kommen!

Pfungstädter Kerb-Plakat Museum Pfungstadt 2014

Zum letzten Mal im großen Raum: Zirkus-Finissage am Sonntag um 11 Uhr

Unsere Zirkus-Sonderausstellung geht dem Ende entgegen. Viele Gruppen kamen, auch von weiter her und waren begeistert. Am Sonntag, 13. Juli, von 11 bis 12.30 Uhr findet die Finissage im Stadtmuseum statt. Die Ausstellung kann noch einmal in ihrer ganzen Pracht bestaunt werden, zudem stehen Mitglieder der Zirkusfamilie für Gespräche zur Verfügung. Ab zwölf Uhr räumen wir die Ausstellung in das zukünftige „Zirkuszimmer“, das in einem kleineren Rahmen zur Dauerausstellung im Museum wird.

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Zirkuskinder besuchen Zirkusausstellung

Kurz vor Beendigung der Ausstellung besuchten 16 Schüler und Schülerinnen der Schule für Kinder beruflich Reisender in Hessen (SfKbR) zusammen mit ihren Lehrkräften die Zirkusausstellung im Pfungstädter Museum. Alle Kinder stammen aus Zirkusfamilien, die momentan in Hessen reisen und an den jeweiligen Gastspielorten in Lernmobilen von ihren Lehrkräften unterrichtet werden.zirkuskinder 026

Frühmorgens wurden die Kinder und Jugendlichen mit Kleinbussen von ihren Standorten abgeholt und trafen sich gemeinsam am Museum.

Nach einer Einführung durch die Museumsleiterin Marion Roth stellte sich der Nachfahre der berühmten Zirkusfamilie, Herr Jano Bento Storms, den Fragen der Schülerinnen und Schüler und berichtete aus seinem Leben im Zirkus.

Zur intensiveren Auseinandersetzung mit der Thematik hatten die Lehrkräfte eine zirkuskinder 022Informationsmappe vorbereitet und ein Fragebogen regte die Besucher an, sich auch Details der Ausstellung genauer anzusehen. Neben Fragen aus dem Zirkusalltag, den Reisewegen, den Kostümen und der Familiengeschichte wurde auch der Alltag unter der nationalsozialistischen Herschaft und deren kaum vorstellbaren Auswirkungen auch auf die Zirkusfamilie Lorch thematisiert. Alleine oder in Kleingruppen erkundeten die Schüler und Schülerinnen so die beiden Ausstellungsräume und hatten in Frau Roth und Herrn Bento Storms sachkundige Helfer.

Zum Schluss trugen sie sich noch in das Besucherbuch ein und bedankten sich für die freundliche Aufnahme und die Möglichkeit, einen hautnahen Einblick in die wechselvolle Geschichte der berühmten Zirkusfamilie zu bekommen.

Eröffnung der Austellung Zirkus Lorch

Am vergangenen Sonntag wurde im Pfungstädter Museum die neue Ausstellung rund um die Eschollbrücker Zirkus-Familie Lorch eröffnet. Viele Leute kamen, um die Geschichte der Familie Lorch zu hören, die Clownsgruppe der Gutenbergschule Eschollbrücken zu sehen und auch den Erzählungen der Nachkommen (Familie Storms Bento), die viele Jahre im Zirkus verbracht haben, zu lauschen. Hier ein paar Eindrücke:

Besichtigung der Ausstellungsstücke

Besichtigung der Ausstellungsstücke

Zirkus-Projekt der Gutenbergschule Eschollbrücken

Zirkus-Projekt der Gutenbergschule Eschollbrücken

 

Lesung aus dem Buch "Briefe aus den Lagern"

Vorstellung des Buchs „Briefe aus den Lagern“                                                           (fotos: rainer ohl)

Bilder der Familie Lorch

Bilder der Familie Storms Bento

 

 

Zirkus-Kostüme der Familie Lorch

Zirkus-Kostüme der Familie Storms Bento

 

Die Ausstellung ist donnerstags von 15 bis 18 Uhr, und sonntags 14 bis 17 Uhr (mit Begleitprogramm um 16 Uhr) zu besichtigen. Wir bieten auch für Gruppen gesonderte Öffnungszeiten an.

Gruppenbild der Famile Lorch 2014

Gruppenbild der Famile Storms Bento 2014

Exponate zur Zirkus-Ausstellung

Dokumente, Bilder und Bücher zur Familie Lorch

Erzählungen aus dem Zirkus-Alltag der Familie Lorch

Erzählungen aus dem Zirkus-Alltag der Familie Bento Storms, stehend: Jano, 3. von links: Mary                                                (fotos: alexandra zimbrich)

Zirkus, Zirkus

 

 

Vorhander

 

 

Das Stadtmuseum Pfungstadt wird zum Internationalen Museumstag 2014 am 18. Mai seine Zirkus-Ausstellung eröffnen. Das Motto des Tages lautet „Sammeln verbindet“ und wir zeigen einen großen Teil der Sammlung von Peter Storms Bento, der im letzten Jahr verstarb. Peter Bento wuchs in einer Zirkusfamilie auf und war in der Clowntruppe Bento aktiv, die in verschiedenen Zirkussen arbeitete. Die Familie Bento hatte über Jahre Kontakt zur Lorch-Truppe. Die weltberühmte Zirkusfamilie Lorch begann im 18. Jahrhundert mit Reiten und Artistik und gründete dann die Ikariertruppe Lorch (von Ikarus: fliegender Mensch). Sie war in Eschollbrücken, einem Stadtteil von Pfungstadt, beheimatet und hatte Auftritte in Buenos Aires, New York, Philadelphia, Paris u.a.. Wenn sie ihr Winterquartier in der Heimat bezogen, zogen sie mit Elefanten und Prunkwagen in Eschollbrücken ein und wurden dort von einem Musikzug empfangen.

Während eines Gastspiels des Zirkus Althoff in Pfungstadt 1940 kamen Irene, die Enkelin des Zirkusdirektors Julius Lorch, und Peter Bento zusammen. Sie arbeitete fortan als Clownesse beim Zirkus Althoff bei der Bento-Truppe. Da die Lorch-Familie jüdischen Glaubens war, musste Peter Bento seine Frau und dann auch ersten beiden Kinder während der NS-Zeit vier Jahre lang  verstecken. Dies geschah im Zirkus Althoff mit Unterstützung der Direktion. Das Buch „Der Clown und die Zirkusreiterin“ erzählt von dieser bewegenden Geschichte. Die Lorch-Brüder, also die Onkel von Irene, kamen in Lager und haben nicht überlebt, wie auch viele andere Familienmitglieder.

1948 konnten Peter und Irene endlich heiraten und kehrten zurück nach Eschollbrücken. Sie arbeiten weiter als Artisten und auch die fünf Kinder ergriffen diesen Beruf.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Ehemalige Synagoge Pfungstadt e.V. realisiert. Am 18. Mai wird die Ausstellung mit einem Vortrag von der Vorsitzenden Renate Dreesen  eröffnet, die auch die in diesem Jahr herausgegebenen Bücher „Briefe aus den Lagern“ der beiden Brüder Lorch vorstellt. Anschließend gibt es eine kleine Aufführung eines Zirkusprojekts der Grundschule Eschollbrücken. Um 15 Uhr folgt ein Gespräch mit Mary Storms, Tochter von Peter und Irene Storms Bento, über ihr Leben im Zirkus.

Die Ausstellung ist bis 14.7.2014 zu sehen, jeweils donnerstags 15 bis 18 und sonntags 14 bis 17 Uhr. Es wird sonntags ein kleines Begleitprogramm mit Gesprächen und einem Dokumentarfilm angeboten, aktuelle Informationen jeweils hier im Blog.